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Samstag, 30.12.2017

Medizinische Unterversorgung droht

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In vielen Regieon Sachsens gibt es schon jetzt zu wenige Hausärzte.
In vielen Regieon Sachsens gibt es schon jetzt zu wenige Hausärzte.

© dpa/Bernd Weissbrod

Dresden. In Sachsen sind mehr als 200 Hausarztplätze nicht besetzt. Anfang Oktober fehlten 223 derartige Mediziner, in 22 von 47 Regionen droht eine Unterversorgung, wie das Sozialministerium auf Anfrage mitteilte. Besonders betroffen sind das Vogtland, Erzgebirge und Mittel-, Nord- und Westsachsen sowie die Oberlausitz. Von derzeit landesweit rund 7 350 Vertragsärzten sind knapp 3 000 im hausärztlichen Bereich tätig. Das Durchschnittsalter liegt bei 54,1 Jahren.

Die alternde Bevölkerung und damit einhergehende Zunahme chronisch und mehrfach Kranker führe zu einem steigenden Ärztebedarf, sagte eine Ministeriumssprecherin. Allerdings sinke das Angebot vor allem in schwächeren und von Abwanderung betroffenen Regionen, auch angesichts der Altersstruktur der niedergelassenen Ärzte.

Laut Ministerium zeigt aber das 2008 aufgelegte Stipendienprogramm für künftige Mediziner, die sich zu einer Hausarzt-Tätigkeit im ländlichen Raum verpflichten, erste Erfolge. Danach gingen 2017 fünf Absolventen in unterdurchschnittlich versorgte Gebiete, weitere 100 Stipendiaten sind unter Vertrag sowie noch 35 junge Ärzte in der Weiterbildung zum Allgemeinmediziner. (dpa)

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Leser-Kommentare

Insgesamt 3 Kommentare

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  1. ElitisiertZurMarginalie

    Anstelle der Stipendienprogramme gehört das Ausbildungssystem für Medizin auf dem Prüfstand. Es ist zu teuer, der Zugang ist zu stark eingeengt, die Eignungstests sind teuer, bürokratisch und ohne Bildungsnutzen für das Fachgebiet Medizin- Auslese weiter nichts. Würden die Bewerber, deren Abi zu schlecht ist für eine sofortige Aufnahme im Bereich Medizin, 50% des Physikums im Fernstudium absolvieren, könnte die Aufnahmekapazität der Unis gesteigert werden. Natürlich müßten auch strukturell mehr Studienplätze geschaffen werden. Es ist nicht richtig, Ansiedlungsprogramme für hunderttausende Euro für Ärzte aufzulegen und an d. Studienplätzeanzahl den Rotstift anzulegen. Weiterhin ist es falsch, wenn Sachsen durch Duligs Verkehrsirrsinnsprogramme, sich zur Transit-Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen d. westdeutschen Bundesländern der Mutterkonzerne und dem noch billigeren mittel-und osteuropäischen Ländern der EU und Europas. Diese Investitionen schaden Sachsen u. werden uns vorgehalten.

  2. ElitisiertZurMarginalie

    Berichtigung: Weiterhin ist es falsch, wenn Sachsen durch Duligs Verkehrsirrsinnsprogramme, sich zur Transit-Hochgeschwindigkeitsstrecke zwischen d. westdeutschen Bundesländern der Mutterkonzerne und dem noch billigeren mittel-und osteuropäischen Ländern der EU und Europas transformiert! Diese Investitionen schaden Sachsen u. werden uns vorgehalten und als Wirtschaftsförderung und Investitionen in den Standort Sachsen angerechnet. Diese Autobahnen, ebenso wie die Veräußerung der Wälder, der Immobilienbesitz von Altstadtbauten, zahlreiche Grundstücke und Gewerbegebiete gehören in Wirklichkeit westdeutschen Privatiers, Altadel, Kirche, Bund, westdeutschen Firmen, Briefkastenfirmen ,Organisationen ,u.ä. . Die wenigsten hochpreisigen Immobilien, Ländereien u.ä. sind im Besitz von wirklich ostdeutsch sozialisierten Bürgern. Der Solidarzuschlag ging so und so v.a. in den Westen, die investierten Gelder kamen letzlich aber auch eher westlichen Besitzern/Eigentümern zugute.

  3. ElitisiertZurMarginalie

    Die bisher an Sachsen transferierten Gelder müssen konsequent in den gesellschaftlichen Aufstieg der Bürger investiert werden. Der Aufstieg ist nur durch höhere Bildung und Gesundheit, Startup-Finanzierungen, Arbeitsplatzgenerierung und Naturschutz-,Naturreservate-Ausbau möglich! Natur wird in vielen Weltregionen zur Mangelware und damit kostbar. Die Zahl der bedrohten Tierarten ist gigantisch und steigt weiter an. Nur durch hohe Einkommen und kluge Ansparstrategien ist ein Aufstieg aus der Armutsfalle möglich. Wir dürfen die Mrd.-verschwendung im Verkehrswesen nicht tolierieren. Sachsen ist kein besonders begehrenswerter Standort, weil hier nur das Öde für viel Geld gefördert wird, während geistvolle Architektur, ökologische und kulturelle Attraktionen, anspruchsvolle Bildung für die Massen verschlossen wird. Die Absolventenauswürfe ergreifen recht schnell das Weite.

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