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Montag, 13.08.2018

Kultusminister hält Lehrer-Zulagen für nicht machbar

Lehrer, für die eine Verbeamtung nicht infrage kommt, sollen einen Ausgleich erhalten. Wie der gezahlt werden soll, ist noch unklar.

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Sachsens Kultusminister Christian Piwarz
Sachsens Kultusminister Christian Piwarz

© Matthias Weber

Dresden. Kultusminister Christian Piwarz (CDU) sieht keine Möglichkeiten, allgemeine Zulagen für ältere Lehrer über den Tarifvertrag der Länder zu ermöglichen. „Ich halte das nicht für die Lösung“, sagte er. SPD und CDU hatten vereinbart, angestellten Lehrern eine allgemeine Zulage zu zahlen. Das sollte ein Ausgleich für die Verbeamtung der Lehrer bis 42 Jahre sein. 30 Millionen Euro waren dafür eingeplant. Die Tarifgemeinschaft der Länder (TdL) hat das abgelehnt.

Piwarz spricht sich für mehr Beförderungsstellen aus. Bisher sind für eine Höhergruppierung von Lehrern an weiterführenden Schulen 18 Millionen Euro vorgesehen. Sachsen müsse Leistungsträgern in den Schulen Aufstiegsmöglichkeiten bieten. In anderen Bundesländern sei das schon möglich. „Ich habe die Sorge, dass wir in fünf Jahren wieder in der Situation sind, in der Sachsen nicht attraktiv genug ist“, sagte Piwarz. „Diesmal, weil die Aufstiegsmöglichkeiten nicht gegeben sind.“ Es wäre ein „fatales Signal“ an die Lehrer, wenn die Beförderungen gestrichen werden. Derzeit berät die Koalition noch darüber, wie das Geld den Lehrern zugutekommen soll. Eine Entscheidung könnte in den nächsten Tagen fallen, sagte der Minister. Die SPD ist gegenüber mehr Beförderungsstellen skeptisch.

Funktionslose und mit aufwendigen Beurteilungen verbundene Beförderungen kämen bei den Lehrern nicht gut an. Lehrerverbände befürchten, dass dadurch funktionsgebundene Beförderungen, etwa zum Fachberater oder Oberstufenleiter, unattraktiv werden. Außerdem würden die Grundschullehrer davon ausgenommen und so benachteiligt. Die Gewerkschaft befürchtet, dass die Beförderungen neue Ungerechtigkeiten in die Lehrerzimmer bringen. (SZ/sca)

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Leser-Kommentare

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Insgesamt 20 Kommentare

Alle Kommentare anzeigen

  1. Kein Fan

    Kühle Strategie eines Juristen (ich würde ja gern, aber das Gericht hat anders entschieden) oder demütiger Versuch, die Spaltung in den Lehrerzimmern nicht zu groß werden zu lassen ? Ich bin hoffnungsvoll, das hier eine Lösung durch unsere Parlamentarier gefunden werden kann, bei der eigenen Zulage hat's ja auch geklappt - ohne jeglichen Widerstand.

  2. Sven

    Wie wär's einfach mit einer angemessenen Bezahlung anstatt den Freistaat auf Kosten der Kinder zu tote zu sparen? Oder der Anpassung an eine reelle 40-Stunden-Woche? In keinem anderen Freistaat müssen die Lehrer an Gymnasien oder Obeschulen 26 Unterrichtsstunden zzgl. der "freiwilligen" und nichtfreiwilligen Zusatzdienste leisten. Aber nein, bei uns werden lieber über Jahre zu wenige Lehrer eingestellt und ausgebildet. Und schließlich ein adäquater Leistungsausgleich verpennt, weil man kein Land mehr sieht. Kultusminister werden in Vielzahl verbrannt. Das Leben könnte so einfach sein... ohne CDU... Man darf gespannt sein, ob es der Freistaat jemals wieder schafft den Lehrerbedarf mit dafür ausgebildeten Lehrern zu decken. In den nächsten 10 Jahren sieht das aussichtslos aus. Die Folgen nicht absehbar...

  3. Jonas

    Für die Verbindlichkeiten der Sachsen LB ist reichlich Geld da und schon geflossen. Die Kosten für die nunmehr Beamten Lehrer ( Pensionen, Private KV, Krankenbeihilfe , 100% Krankengeld für ein Jahr) würden allein reichen, um allen Lehrern ein ordentliches Entgeld zu zahlen. Tatsächlich langen Parlamentarier und Beamte im Staatsapparat erst einmal selbst richtig zu, um dann fest zu stellen, Geld ist weg.

  4. Aufwachen!

    "Die Deutschen - Einzeln klug, gemeinsam dumm" bei: Tichys Einblick. Eine der trefflichsten Blogs über die (Un) Zusaende unserer Gesellschaft.

  5. Aufwachen!

    @2. ...das Leben könnte so einfach sein...ohne Parteien und Funktionäre und Apparatschiks und Beauftragte und sog. Experten und ... und ...und...

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