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Donnerstag, 04.06.2015

Görlitzer OB kritisiert Regierung wegen Flüchtlingsunterbringung

Siegfried Deinege erfuhr erst gestern, dass ein Studentenwohnheim in seiner Stadt kurzfristig zur Erstaufnahme von Flüchtlingen genutzt werden soll.

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Der Görlitzer OB Siegfried Deinege (Archivbild).
Der Görlitzer OB Siegfried Deinege (Archivbild).

© Pawel Sosnowski

Görlitz. Görlitz‘ Oberbürgermeister Siegfried Deinege (parteilos) hat die Informationspolitik der Staatsregierung bei der Einrichtung von Erstaufnahmen für Asylbewerber kritisiert. Erst am Donnerstag habe man ihm mitgeteilt, dass ein Studentenwohnheim in seiner Stadt kurzfristig zur Erstaufnahme von Flüchtlingen genutzt werden solle und den dort lebenden Studierenden zum Monatsende gekündigt worden sei, erklärte Deinege. „Weder den Umgang mit den Studierenden, noch die unzureichende Informationspolitik seitens des Freistaates Sachsen gegenüber der Hochschule und der Stadt zu diesem Thema halte ich für akzeptabel.“

Zwar habe er Verständnis, dass der Freistaat Sachsen angesichts der Gesamtsituation unter hohem Handlungsdruck stehe, betonte er. „Grundsätzlich halte ich es jedoch für notwendig, dass eine solche Entscheidung für eine Erstaufnahmeeinrichtung im Vorfeld mit den Verantwortlichen vor Ort abgestimmt wird.“

Der Freistaat ist für die Erstaufnahmeeinrichtungen zuständig. Bislang gibt es eine solche Einrichtung in Chemnitz mit mehreren Außenstellen. Zwei weitere Erstaufnahmeeinrichtungen sollen in Dresden und Leipzig entstehen, eine vierte ist geplant. (dpa)

››› Ausführliche Informationen zu diesem Thema sowie einen Kommentar von SZ-Redakteur Ingo Kramer finden Sie hier bei SZ-Exklusiv.

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Leser-Kommentare

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Insgesamt 25 Kommentare

Alle Kommentare anzeigen

  1. Carsten

    So wie ich die Studenten heutzutage kenne, werden die meisten letztlich großes Verständnis dafür haben - immerhin ziehen sie für ihre allseits geliebten "Refugees" aus, die sie ja immer so "welcome" heißen. Jetzt können die Herrschaften mal Farbe bekennen und zeigen, ob sie nun immer noch so weltoffen sein möchten. Ach ja, rund um den Bahnhof und unter den zahlreichen Brücken in Görlitz wäre noch was frei, günstig noch dazu. Na, wenn das keine Alternative ist...?!? Görlitz ist bunt!

  2. Juliane

    Wurde bei der Kündigung die Kündigungsfrist umgangen? Wurde den Studenten gleichwertiger Ersatzwohnraum angeboten? Es wäre schön, wenn die SZ solche wichtigen Fragen ebenfalls mit abklärt und keine "halbfertigen" Artikel veröffentlicht.

  3. Loebtauer

    Es gibt gleichwertigen Ersatzwohnraum? Warum wurde dieser nicht für die Asylbewerber vorgesehen? Soll hier Unfrieden gestiftet werden? Wem nutzt das wieder?

  4. colate

    @ 1. Carsten: Es regt sich mächtig Unmut bei den Studenten. Es läuft bereits eine Petition zu dem Rausschmiss. Gekündigt sind sie zum 30.06.15. Ohne Einhaltung der Kündigungsfrist. Der Hammer bei der Sache ist, Frau Nagel, ja die "Frau Nagel" von den Linken moniert die Vorgehensweise gegenüber der Stadt Görlitz und den Studenten.

  5. Susi Schadenfreude

    Warum nur kann ich da nur müde lächeln ? Nun ist aber auch zu hoffen, daß die Damen und Herren Studenten auch immer schön Willkommenskultur zeigen und sich nicht etwa als böse Rassisten entpuppen.

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