• Einstellungen
Freitag, 10.08.2018

Dürreschäden von über 300 Millionen Euro in Sachsens Landwirtschaft

Dresden. Die anhaltende Dürre hat für die Landwirtschaft in Sachsen nach einer ersten Schätzung des Agrarministeriums Schäden in Höhe von etwa 308 Millionen Euro verursacht. Die Daten wurden dem Bundeslandwirtschaftsministerium gemeldet, wie ein Sprecher am Freitag der Deutschen Presse-Agentur in Dresden sagte. Bei einzelnen Fruchtarten seien dabei im Landesdurchschnitt Ernteschäden von über der Hälfte zu befürchten. Es gebe allerdings große regionale Unterschiede.

Grundlage der Schätzung sind unter anderem Angaben des Statistischen Landesamtes. Danach entfallen 215 Millionen Euro auf den Acker- und 93 Millionen Euro auf den Futterbau. Allein im Silomais betrage der Schaden 70 Millionen Euro, im Raps über 32 Millionen. Noch nicht enthalten sind Sonderkulturen wie Äpfel. „Hier ist der Schaden derzeit noch nicht bezifferbar“, sagte der Ministeriumssprecher.

Wie viele Betriebe staatliche Hilfen erhalten werden, hänge noch von der Ausgestaltung eines staatlichen Hilfsprogrammes ab. Bund und Länder wollen nächste Woche weiter darüber beraten. Der Bauernverband hat für die Landwirte in ganz Deutschland Entschädigungen in Höhe von einer Milliarde Euro verlangt. Bundesministerin Julia Klöckner (CDU) forderte als Voraussetzung eine gründliche Erntebilanz. (dpa)

Desktopversion des Artikels