• Einstellungen
Dienstag, 13.03.2018

„Okay, Kuchen“

4

Ein Sprachassistent hört mit.
Ein Sprachassistent hört mit.

© dpa

Düsseldorf. Die Sprachassistenten Alexa von Amazon und Assistant von Google sind oft auch dann ganz Ohr, wenn ihre Nutzer das gar nicht beabsichtigen. Das hat eine exemplarische Tüv-Prüfung der Lautsprecher Amazon Echo und Google Home im Auftrag der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen ergeben. Demnach reagieren beide Dienste nicht nur auf Begriffe, die ihren Aktivierungswörtern ähnlich sind, sondern auch auf starke Abwandlungen. Nutzer sollten sich bewusst machen, dass auch von ihnen unbeabsichtigt Daten an die Anbieter übertragen werden könnten, warnen die Verbraucherschützer.

Bei Amazons Assistent springt die Sprachaufzeichnung und Verarbeitung von Daten der Untersuchung zufolge zum Beispiel auch dann an, wenn die Mikrofone im Lautsprecher „Alexandra“ (statt „Alexa“), „Gecko“ (statt „Echo“) oder Abgewandeltes wie „Ham wa schon“ (umgangssprachlich für „Haben wir schon“ statt „Amazon“) einfangen. Außerdem konnten die Tester bei Amazons Echo sogar eine vermutlich zufällige Aktivierung aufgrund von Nebengeräuschen feststellen.

Googles Assistent hört den Angaben nach nicht nur auf „Okay Google“ oder „Hey Google“, sondern etwa auch auf „Okay, Kuchen“ oder „Okay Du“. Auch starke Abwandlungen wie „Okay, gucken wir mal“ und alltägliche Wortkombinationen wie „Okay, gut“ lösen der Prüfung zufolge den Sprachassistenten aus. (dpa)

Desktopversion des Artikels

Leser-Kommentare

Insgesamt 4 Kommentare

Alle Kommentare anzeigen

  1. Oberlausitzer

    Wer sich solche Abhörmaschinen freiwillig in die Wohnung stellt, ist selbst Schuld, wenn er ausspioniert wird. Man braucht sich ja bloß in "Anwesenheit" eines Smartphones über bestimmte Dinge unterhalten und bei der nächsten Internetsuche werden diese Begriffe "wie zufällig" als erstes vorgeschlagen.

  2. Henrik

    Zu Weihnachten geschenkt bekommen - es war mir unmöglich das anzunehmen, daher wieder bei eBay verklingelt. Ich sach ja och immer, bares ist wahres...;-)

  3. Der Schweißer

    "Man hat ja einen Knopf, um das Mikro auszuschalten." - Wenn ich diese Argumentation höre, wird mir schlecht. Ja das ist ein Knopf, also ein Taster, der per SOFTWARE abgefragt wird, genau wie beim Smartphone. Es ist also kein Schalter, welcher die Mikrofonleitung per Kontakt trennt. Alexa & Co. hören also immer mit, alles eine Frage der Firmware.

  4. Meier

    "Außerdem konnten die Tester bei Amazons Echo sogar eine vermutlich zufällige Aktivierung aufgrund von Nebengeräuschen feststellen." Zufällige Aktivierung - da kann man doch nur laut drüber lachen! Die Stasi wäre neidisch auf diese Geräte, die mussten früher noch aufwendig Wanzen in Wohnungen verstecken, heute machen das die Leute freiwillig selbst!

Alle Kommentare anzeigen

Kommentare können nur in der Zeit von 8:00 bis 18:00 Uhr abgegeben werden.