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Freitag, 10.08.2018

Zwei hochwertige Medaillen für Nieskyer Leichtathleten

Von Frank Tillig

Deutsche Meisterschaften

Hitze, dazu leichter Wind, ein Martyrium für jeden Läufer, nicht so für die Werfer, die bei den deutschen Meisterschaften (Wurf-Fünfkampf) in Zella-Mehlis von idealen Bedingungen sprachen. Die beiden Nieskyer Heiko Sandig (M45) und Silvia Schmidt (W55) hatten sich gemeinsam mit Trainer Gerd Scholz mit hartem Training auf den Jahreshöhepunkt vorbereitet. Beide Wurfspezialisten hegten auch berechtigte Hoffnungen auf eine Medaille. Doch am Ende konnte nur Heiko Sandig jubeln.

Mit 3 260 Punkten verbesserte er seinen eigenen Kreisrekord um unglaubliche 117 Punkte und erkämpfte sich hinter Jörg Pachal (TSV Lelm/3 505 Punkte) und vor Markus Follmann (LT DSHS Köln) die Silbermedaille. „In jeder der fünf Disziplinen war ich unter den ersten besten drei. Zu dieser Grundlage kam mein neuer Kreisrekord im Gewichtswurf hinzu. „Ich bin happy, obwohl ich mir im Kugelstoßen und Diskuswurf etwas mehr ausgerechnet hatte“, jubelte der symphatische Blonde. Das 15,88-Kilo-Gewicht war auf 11,42 Meter, drei Zentimeter weiter als der alte Kreisrekord, geflogen. Die Entscheidung um Gold fiel im Hammerwerfen, denn da holte der spätere Meister fast neun Meter heraus.

Etwas traurig blickte Silvia Schmidt drein. Sie belegte den 10. und letzten Platz der besten deutschen Werfer. „Grund war das Gewichtwerfen. Zwei Versuche hatte ich ungültig, wollte im letzten zu viel und hatte einen Nuller. Da kann man in den anderen Disziplinen noch so gut sein, die Lücke schließt man nicht mehr“, meinte die Lehrerin. Ärgerlich für sie, denn ein Sicherheitswurf auch weit unter ihrer Bestweite hätten mehr als 500 Punkte gebracht, womit sie im Bereich einer Medaille gewesen wäre.

Einzelergebnisse:

Silvia Schmidt (W55, LSV Niesky/LG Neisse): 10. 2 657 Punkte

3. Diskus (1 kg/26,18 m/610 Punkte), 3. Speer (500 gr/23,22 m/ 545); Gewicht (7,26 kg/0/0), 8. Hammer (3 kg/27,36m/673) und 2. Kugel (3 kg/ 10,60 m/ 829)

Heiko Sandig (M45, LSV Niesky/LG Neisse): 2. 3 260 Punkte (Kreisrekord), 2. Gewicht (15,88 kg/11,42 m KR/641), 3. Kugel (7,26 kg/12,23 m/771), 2. Hammer (7,26 kg/35,72 m/582),

2. Diskus (2 kg/34,66 m/700), 3. Speer (800 gr/41,38 m/566)

Mitteldeutsche Meisterschaften U16

Auf dem Weg in den Urlaub machten Pauline Schreiber (LSV Niesky) und ihre Eltern einen langen Zwischenstopp im thüringischen Leinefelde-Worbis. Der dortige Sportclub 1912 war Ausrichter der mitteldeutschen Meisterschaften (U16), für die sich die 14-Jährige qualifizieren konnte. Da nur die besten Athleten aus Sachsen, Thüringen und Sachsen-Anhalt zugelassen wurden, galten für diesen Höhepunkt harte Qualifikationsnormen. Pauline belegte mit übersprungenen 1,40 Metern den zwölften Platz im Hochsprung. Ihr 500 Gramm schwerer Speer landete mehr als vier Meter unter ihrer Bestweite bei 24,03 Metern. Trainerin Ariane Kriebisch: „Mit der Weite und dem elften Platz im Speerwurf war sie nicht zufrieden. Und auch im Diskus klappte es am Anfang nicht so richtig. Vor ihrem letzten Versuch lag sie nur auf dem sechsten Platz. Pauline wurde aber im letzten Jahr als eine der besten Nachwuchssportlerinnen des Kreises Görlitz geehrt. Nun hat sie bewiesen warum.“ War es Frust, Wut, Nervenstärke oder hat im letzten Wurf das Zusammenwirken von Kraft und Technik gestimmt. Pauline schleuderte den Diskus wie im Lehrbuch aus dem Ring, die ein Kilogramm schwere Scheibe segelte bis auf 26,50 Meter. Hinter Emma Neuert (LV Gera/28,38 m) gewann sie die Silbermedaille. Damit konnte sie stolz und zufrieden in den Urlaub fahren. Leider scheint es aber weniger Talente und wettkampfwillige Sportler zu geben, denn Pauline Schreiber war die einzige Nieskyerin, die sich qualifizieren konnte. Wie Ariane Kriebisch sagt, wird es mehr Trainingszeiten geben. Doch dazu fehlen noch Übungsleiter, insbesondere am Montag von 16 bis 18 Uhr. Interessenten können sich unter www.lsv-niesky.de jederzeit melden.