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Donnerstag, 13.09.2018

Zuhause eine Macht

Von Timotheus Eimert

In der Saison 2017/2018 traf Dynamo Dresden auch schon auf Regensburg.
In der Saison 2017/2018 traf Dynamo Dresden auch schon auf Regensburg.

© Robert Michael

Beim SSV Jahn Regensburg ist die Vorfreude auf das Spiel gegen Dynamo Dresden riesig. „Freitagabendspiel, Dynamo Dresden kommt zu uns. Wir haben ein fast ausverkauftes Haus. Jetzt wollen wir ein Fußballfest für Regensburg draus machen“, sagte Trainer Achim Beierlorzer. Zuhause ist seine Mannschaft in dieser Saison noch ungeschlagen und das stimmt den 50-jährigen optimistisch. Gegen die beiden Aufstiegsaspiranten Ingolstadt und Kiel holte der Jahn insgesamt vier Punkte – eine schwere Aufgabe wartet damit auf Dynamo.

Eine Heimmacht waren die Regensburger auch in der letzten Saison. Zehn Partien gewannen sie zuhause. Gemeinsam mit Spitzenreiter Fortuna Düsseldorf hielten sie damit den Ligahöchstwert. Am Ende landete der damaligen Aufsteiger auf einem herausragenden fünften Platz. So gut waren die Oberpfälzer noch nie in ihrer Geschichte.

In die aktuelle Spielzeit sind sie dagegen mit einem Sieg, einem Unentschieden und zwei Niederlagen nicht so gut gestartet. Außerdem flog man gegen den Fünftligisten Chemie Leipzig aus dem Pokal. Aber nur der Blick auf die Statistik reicht nicht aus, um den Saisonstart des derzeitigen Tabellendreizehnten einschätzen zu können.

Die Mannschaft von Beierlorzer begeistert mit erfrischendem Offensivfußball. Dafür bezahlt sie immer wieder viel Lehrgeld. Die beiden Niederlagen gegen Dresden aus der letzten Saison sind dafür exemplarisch. „Wir haben gegen Dresden null Punkte geholt. Gerade auswärts waren wir die bessere Mannschaft“, erinnert sich Beierlorzer: „Da wäre mehr drin gewesen. Wie sehr wir sie in der ersten Hälfte unter Druck gesetzte haben, wie viele Balleroberungen wir hatten, und dennoch haben wir am Ende kein Tor geschossen. Da müssen wir uns belohnen.“

Seit acht Jahren konnte Regenburg nicht mehr gegen Dresden gewinnen. Den letzten Sieg gab es im April 2010. Davon lässt sich Beierlorzer aber nicht beeindrucken. „Jetzt könnte ich mal wieder meine Mathematikkenntnisse herausholen und sagen: Rein statistisch und stochastisch gesehen ist es so, je länger wir nicht gewinnen, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass es passiert“, sagte der gelernte Mathematik- und Sportlehrer mit einem Schmunzeln.

Mehr Gedanken macht sich Beierlorzer dabei schon über das Defensivverhalten seiner Mannschaft. Das große Manko der Regensburger sind die vielen Gegentoren. In der letzten Saison kassierte man mit 53 die viertmeisten der Liga. Und auch in dieser sieht es nicht besonders gut aus. Achtmal musste Jahn-Torwart Philipp Pentke den Ball aus dem Tor holen. Das sind die zweitmeisten Gegentreffer der Liga. Den Kopf zerbricht sich Beierlorzer aber noch nicht. „Die Gegentreffer bisher sind vor allem durch individuelle Fehler passiert. Davor ist keine Spieler gefeit. Das, was wir vermeiden wollten, waren die sehr vielen Kontersituationen und Tore, die wir bekommen haben. Ich denke, dass wir das gut in den Griff bekommen haben.“

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