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Montag, 05.11.2018

Zittauer Kletterwand nur für die Besten zu bezwingen

Von Reiner Seifert

Der achtjährige Marek Donath bereitet sich auf seien nächsten Versuch an der Kletterwand vor.Foto: tompic
Der achtjährige Marek Donath bereitet sich auf seien nächsten Versuch an der Kletterwand vor. Foto: tompic

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Der als Schwierigkeitsklettern ausgeschriebene dritte Wettkampf des sächsischen Jugendcups der Altersklassen C bis F fand im DAV-Kletterzentrum „Quacke“ (Kleiner Kletterfelsen) im Westparkcenter Zittau statt. Darüber hinaus standen Rahmenwettkämpfe für die Jugendklassen A und B auf dem Programm. Die vom ehemaligen Bundesjugendtrainer Gunter Gäbel an der 10,50 Meter hohen Kletterwand „ge-schraubten“ anspruchsvollen, kreativen Routen reichten bis zum Schwierigkeitsgrad neun der internationalen UIAA-Skala und verlangten den jungen Kletterern alles ab. Die Mädchen und Jungen aller Altersklassen absolvierten zwei Qualifikationsdurchgänge. Die jeweils besten sechs Kletterer erreichten das Finale. Für die Schwierigkeit der gesetzten Routen spricht auch, dass der Top-Griff (der letzte Griff der Route) in den etwas leichteren Qualifikationsdurchgängen mehrmals, in den Finals aber nur noch dreimal erreicht wurde.

Dem einheimischen Nachwuchs vom DAV Zittau blieb gegen die starke Konkurrenz aus den Trainingsstützpunkten Dresden, Chemnitz und Leipzig sowie aus Berlin, Hamburg, Baden Württemberg (DAV Oberer Neckar), Niedersachsen (AlpinClub Hannover) und aus Tschechien ein erster Platz im Jugendcup versagt. Vier erreichten das Finale. Marek Donath landete in der mit zehn Aktiven besetzten Jugendklasse E in der Qualifikation auf einem ersten und neunten und im Finale auf dem sechsten Platz. Der achtjährige Großschönauer gehört zu den leistungsstärksten Nachwuchskletterern und steht in der sächsischen Rangliste der Jahrgänge 2009/2010 auf dem sechsten Platz. Moritz Mieth und Paul Lingott belegten in der Jugendklasse F den dritten und sechsten Platz, bei den Mädchen wurde Salome Grohme Sechste.

Einen spannenden Zweikampf lieferten sich der Tscheche Lukas Mokrolusky und Lucas Eisenkolb vom AlpinClub Hannover in der männlichen Jugendklasse D. Beide erreichten in den Qualifikationsdurchgängen den Top-Griff und im Finale die gleiche Höhe (25,5+). Über den Sieg entschied am Ende die etwas schnellere Finalzeit für den elfjährigen Lucas Eisenkolb. Der Großschönauer Emil Donath belegte in dieser mit 13 Teilnehmern am stärksten besetzten Jugendklasse den zehnten Platz.

Den Sieg im Rahmenwettkampf der männlichen Jugendklasse A (Jg. 2001/2002) machten die Walddorfer Zwillinge Tom und Tim Richter unter sich aus. Tom mit den etwas besseren Ergebnissen in der Qualifikation verwies Tim im Finale auf den zweiten Platz. Insgesamt 103 Nachwuchskletterer der Jahrgänge 2001 bis 2012, darunter 16 vom Gastgeber DAV Zittau nahmen an der Veranstaltung teil. „Die Wettkämpfe standen auf einem hohen Niveau und fanden in einer freundschaftlichen Atmosphäre statt“, freuten sich Wettkampfleiter Olaf Kuttner, der auf einen „olympischen Schub“ verweist, sowie Kampfrichter und Helfer vom DAV Zittau.

Sportklettern wurde neben Baseball/Softball, Karate, Skateboarding und Surfen neu in das Wettkampfprogramm der Olympischen Spiele in Tokio 2020 aufgenommen. Dafür wurde das Wettkampfformat „Olympic Combined“ geschaffen, ein für insgesamt 40 Athleten (20 Frauen und 20 Männer) zugelassener Dreikampf aus Bouldern, Schwierigkeits- und Speedklettern. Medaillen werden nur im Dreikampf vergeben. Alle drei Disziplinen einzeln zu werten, lehnte das IOC ab. (rs)