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Freitag, 27.07.2018

Ziele erreicht

In der Tischtennis-Bezirksklasse mischte der Döbelner SV II vorn mit. Der TTC Waldheim schafft den Klassenerhalt.

Von Jörg Schreiber

An Frank Bachmann führte meist kein Weg vorbei. Mit 22 Siegen war er der erfolgreichste Spieler des Döbelner SV II.
An Frank Bachmann führte meist kein Weg vorbei. Mit 22 Siegen war er der erfolgreichste Spieler des Döbelner SV II.

© Jörg Schreiber

Döbeln. Die Mannschaften des Döbelner SV II und des TTC Waldheim waren mit ihrem Abschneiden in der Tischtennis-Bezirksklasse zufrieden. Die Saisonziele wurden auf beiden Seiten erreicht und die Planungen für den Einstieg in die neue Saison konnten frühzeitig beginnen.

Wesentlich hektischer war die Situation noch vor genau einem Jahr. Von den vier Mannschaften aus dem Altkreis Döbeln, welche die Bezirksklasse in Angriff nahmen, überlebte nur die Hälfte. Der SV Leisnig stieg nach vier Jahren ab, der Döbelner SV III zog sich freiwillig zurück. Und selbst der TTC Waldheim war zwischenzeitlich dem Abstieg näher als dem Klassenerhalt. Der damalige Neuling schaffte es nur über den Umweg Relegation, den Absturz aus der Bezirksklasse zu vermeiden.

Damit ruhten in der abgelaufenen Meisterschaft die Hoffnungen zum großen Teil auf der zweiten Vertretung des Döbelner SV. Von der Besetzung her war das Sextett fast die reinrassige dritte Mannschaft der Saison 2016/17. Und so überraschte es auch nicht, dass diese in der Staffel IV eine ähnlich gute Leistung ablieferten, wie zwölf Monate zuvor. Mit 18:14 Punkten landete das Sextett auf Rang vier. Das ist haargenau der gleiche Platz wie zur Winterpause bei einer exakten Verdopplung der Plus- und Minuspunkte.

Meister TTV Dresden III und Vize-Meister SV Diera waren in der Staffel 4 auf den beiden Spitzenplätzen nicht zu gefährden. Dahinter duellierten sich aber lange Zeit vier Mannschaften um den dritten Platz im Meisterschaftsrennen. Diesen zog sich am Ende der TTV Radebeul II an Land. Und das mit fünf Punkten Vorsprung deutlich. Doch erst an den letzten beiden Spieltagen mussten die Döbelner aufgrund der Niederlagen in Radebeul (6:9) und gegen Diera (7:9) die Konkurrenz ziehen lassen. Bis dahin waren sie den beiden Spitzenreitern noch ganz dicht auf den Fersen.

Doch genau so groß wie der Rückstand auf Rang drei war auch der Vorsprung der Döbelner auf Platz fünf. Eine Handvoll Punkte trennte die Mannschaft vom SV Stahl Coswig, mit dem die Mittelsachsen zwei sehr emotionale Partien ausgetragen haben. Am letzten Hinrundenspieltag führten die DSV-Herren in eigener Halle mit 8:6. Am Ende reichte es aber doch nur zu einem Unentschieden. Im zweiten Duell beider Mannschaften das gleiche Bild nur mit umgekehrten Vorzeichen. In diesem lagen die Döbelner mit 6:8 zurück. Doch Till Beyer und das Abschlussdoppel Philipp Oßwald/Stephan Anger retteten das Remis.

Ein Team musste schon frühzeitig komplett die Waffen strecken. Nachdem die Saison noch nicht einmal richtig begonnen hatte, war sie für die SG Miltitz auch schon wieder vorbei. Und so nahm der SV Niederau mit gerade einmal vier Zählern die rote Laterne mit in die Sommerpause.

Bei den Döbelnern sammelte Frank Bachmann ausreichend Zähler. Der 37-Jährige landete mit 22:4 Punkten im mittleren Paarkreuz auf Platz eins. Nach einem 11:3-Ergebnis in der Hinrunde trübte im Jahr 2018 nur die Niederlage gegen den Großenhainer Axel Wüdrich die Bilanz.

Im oberen Paarkreuz spielte Tobias Wachs (19:11) ganz oben mit. Und auch Henning Homann, Nico Schneider, Philipp Oßwald und Stephan Anger hatten einen guten Lauf.

Beim TTC Waldheim war die Lage zur Winterpause ernst, aber nicht hoffnungslos. Die Mannschaft stand mit 4:14 Punkten am Tabellenende der Staffel 3. Doch die Zschopaustädter haben es geschafft, sich aus eigener Kraft aus dem Abstiegskampf zu befreien. Erfolgsrezept war die doppelte Anzahl an Pluspunkten im Vergleich zur Hinrunde. Dem ging eine Serie von drei Siegen an den letzten vier Spieltagen voraus. Schon der Start ins Jahr 2018 mit einem 9:7-Auftakterfolg gegen die TTVG Oederan-Falkenau IV war verheißungsvoll. Die Erzgebirger und der SPV Altmittweida landeten am Ende hinter den Waldheimern. Vor allem Altmittweida, zur Winterpause noch auf Rang fünf und mit der günstigsten Ausgangposition aller Abstiegskandidaten, hatte wohl am allerwenigsten damit gerechnet. Am Ende lag der TTC Waldheim mit 12:24 Zählern einen Punkt vor dem Tabellenneunten. Eng verbunden mit dem erfolgreichen Abschneiden der Waldheimer im bekanntermaßen schwereren zweiten Jahr sind auch die Auftritte von Tobias Busch und Kai Peschke. Durch eine wahre Leistungsexplosion in der Rückrunde schoben sie sich mit 11:3 Punkten (insgesamt 16:12) beziehungsweise 13:5 Punkten (insgesamt 19:17) ins Spitzenfeld im oberen Paarkreuz. Zum Stammaufgebot gehörten beim TTC auch Robert Stemberg, Holm Tobias, Christian Hellmuth und Klaus Peschke.

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