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Samstag, 11.08.2018

Zeuge schlechter Zeiten

Der Hungerstein am Radebeuler Elbufer.
Der Hungerstein am Radebeuler Elbufer.

© Norbert Millauer

Radebeul. Ein aufmerksamer SZ-Leser hat einen sogenannten „Hungerstein“ am Radebeuler Elbufer in Altkötzschenbroda entdeckt. Dieser trägt eine Markierung mit der Jahreszahl 1811 und liegt zwischen dem Dampfer-Anleger und dem Bootshafen des SSV Planeta.

Hungersteine galten früher als Symbol für karge Zeiten. Wenn die Elbe sehr wenig Wasser führte, wurde auf Steinen am Ufer, die normalerweise im Fluss lagen, die Jahreszahl eingeritzt. Unter Umständen jahrzehntelang tauchten sie danach nicht auf. Durch den heißen Sommer und den wenigen Regen sank der Pegel der Elbe jetzt wieder so stark, dass einer dieser Steine sichtbar ist. (szo)