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Freitag, 09.11.2018

Wittichenauer Männerwelt eröffnet die 313. Karnevalssaison

Von Hagen Linke

Die Wittichenauer sehnen den Karnevalsauftakt herbei. Am Sonntag wird die 313. Saison in Wittichenau eröffnet. Dann geht es beim Internationalen Frühschoppen sicher so ausgelassen zu wie hier 2016.Foto: Gernot Menzel (A)
Die Wittichenauer sehnen den Karnevalsauftakt herbei. Am Sonntag wird die 313. Saison in Wittichenau eröffnet. Dann geht es beim Internationalen Frühschoppen sicher so ausgelassen zu wie hier 2016. Foto: Gernot Menzel (A)

© Gernot Menzel

Mit dem 46. Internationalen Frühschoppen wird am Sonntag die 313. Saison des Wittichenauer Karnevals gestartet. Dass die Männerwelt diesmal ausgerechnet an einem 11.11. in der mit 800 Besuchern längst ausverkauften Sport- und Mehrzweckhalle feiern kann, ist völlig nebensächlich, schwört Mathias Glaab, Präsident des Karnevalsvereins. „Für uns ist entscheidend, dass es endlich wieder losgeht.“

Traditionell bleiben die Männer zum Frühschoppen unter sich – mit Ausnahme der Gardemädels, die sich um die kulinarische Versorgung kümmern. Knapp eine Woche später wird das Publikum beim ersten von zwei Kappenabenden an gleicher Stelle bunt gemischt sein. Die Gäste können sich auf bunte und unterhaltsame Veranstaltungen freuen – mit altbekannten und neuen Gesichtern in der Bütt und auf der Bühne, mit geschliffenen Reden, Gesang und fulminanten Funkentänzen, verrät Mathias Glaab. Details will und kann er vorab nicht verraten. Spekulationen um das Programm und vor allem um das Prinzenpaar sind in Wittichenau stets das Salz in der Suppe. Die Programmkommission hält in diesem Jahr besonders dicht, berichtet der Präsident. „Wenn ich hospitiere, sind die Burschen äußerst schweigsam!“

Die verschiedenen Kommissionen sind seit Wochen oder gar Monaten sehr rege. Vieles ist Routine, aber kein Selbstläufer, weiß auch Paul Scholze, Faschingsliederkomponist, Urgestein und über 60 Jahre im Verein: „Karneval ist eine ernste Angelegenheit und mich begeistert bis heute, dass in unserem Verein hart gearbeitet wird!“

Das bekräftigt auch Mathias Glaab: „Wir haben uns auf die Fahne geschrieben den Menschen Spaß und Freude zu bringen“. Der Lohn für diese Arbeit sind ausverkaufte Veranstaltungen sowie ein begeistertes, närrisches Publikum mit vielen jungen Leuten. Mathias Glaab imponiert jedes Mal aufs Neue, wie altbekannte, aber auch neue Aktive immer wieder den Mut aufbringen, vor 800 Gästen auf die Bühne zu treten: „Ehrenamtlich, also unentgeltlich, ohne Gage, sind sie unverzichtbar für unsere Form von Volkskarneval.“

Ganz persönlich ist er natürlich auf seinen neuen Chef gespannt – den Prinzen der 313. Saison des Wittichenauer Karnevals. Wie der Frühschoppen sind auch beide Kappenabende regulär ausverkauft. Wer viel Glück hat, erhält am Sonntag noch eventuell kurzfristig zurückgegebene Karten am Einlass. Gleiches gilt für die beiden Sonnabende darauf.