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Montag, 04.06.2018

Viren-Sensoren zum Schutz des Körpers

Die Dresdner Universität erhält 2,3 Millionen Euro für die Erforschung des Immunsystems.

Von Alexander Buchmann

© Symbolfoto: Angelika Warmuth/dpa

Gemeinsam mit der Universität Bonn und der Ludwig-Maximilians-Universität München untersuchen Wissenschaftler der TU Dresden ab Juli, wie das menschliche Immunsystem körpereigenes und fremdes Erbgut unterscheidet. Das fördert die Deutsche Forschungsgemeinschaft für vier Jahre mit insgesamt 8,6 Millionen Euro. Davon fließen 2,3 Millionen Euro nach Dresden, wo die Kinderklinik, die Hautklinik und das Institut für Immunologie beteiligt sind.

„Virusinfektionen werden vom Körper dadurch bemerkt, dass Zellen mit spezialisierten Sensoren die viralen Nukleinsäuren erkennen, also das Erbgut der Erreger. Dabei ist eine sorgfältige Unterscheidung zwischen dem eigenen und dem viralen Erbgut erforderlich“, erklärt Axel Roers vom Institut für Immunologie der Medizinischen Fakultät. Die fünf beteiligten Dresdner Forschergruppen arbeiten an der Aufklärung entzündlicher Erkrankungen, die dadurch entstehen können, dass die Nukleinsäure-Sensoren des Immunsystems vom eigenen Erbgut irrtümlich aktiviert werden. Dadurch werde den Zellen eine Virusinfektion vorgetäuscht und eine chronische Immunantwort ausgelöst, die schweren Schaden anrichtet. Ein Beispiel ist die Autoimmunkrankheit Lupus. (SZ/bb)

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