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Dienstag, 10.07.2018

Signale vom Asteroiden

Roboter „Mascot“ soll auf dem Asteroiden Ryugu landen. Der richtige Platz muss noch gefunden werden.

Der Asteroid Ryugu bekommt demnächst Besuch.
Der Asteroid Ryugu bekommt demnächst Besuch.

© JAXA and Partner Institutions

Köln. Das Kontrollzentrum am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Köln hat die ersten Signale des Asteroidenlanders „Mascot“ nach der Ankunft am Asteroiden Ryugu empfangen.

„Mascot“ befindet sich an Bord der japanischen Raumsonde „Hayabusa2“, die den Asteroiden nach dreieinhalb Jahren Reise durchs All erreicht hat. „Hayabusa2“ fliegt nun in einer Höhe von 20 Kilometern neben Ryugu, dessen eckige Form ungewöhnlich sei. „Wir sind unserem Ziel sehr nahe und genau da, wo wir hin wollen“, sagte Operationsmanager Christian Krause vom DLR. Jetzt beginnen die Landevorbereitungen. Die Software werde nun getestet und die Batterien für den Einsatz vorbereitet. Außerdem müsse der richtige Landeplatz gefunden werden.

Die Landeeinheit „Mascot“, die 30 mal 30 mal 20 Zentimeter groß ist und zehn Kilogramm wiegt, soll dem DLR zufolge voraussichtlich Anfang Oktober auf dem Asteroiden landen. 60 Meter über der Oberfläche stößt ihn die Muttersonde heraus, dann schwebt der nur schuhschachtelgroße Lander langsam hinab. Einmal gelandet, soll „Mascot“ dank eines eingebauten Schwungarms hüpfend den Kleinplaneten erkunden. Er soll bis zu 70 Meter weit springen können, was er mithilfe eines eingebauten Schwungarms schafft. Dabei sammeln die Instrumente Daten zur Zusammensetzung der Oberfläche des Asteroiden, zur Temperatur sowie zum Magnetfeld. So wollen die Forscher mehr über die Entstehung der Planeten herausfinden, aber auch die mögliche Abwehr von Asteroid-Einschlägen effektiver planen.

Viel Zeit bleibt „Mascot“, der vom DLR-Robotikzentrum im bayerischen Oberpfaffenhofen entwickelt wurde, zum Datensammeln jedoch nicht: Seine Batterien halten nur 16 Stunden lang. Dann verbleibt er auf Ryugu. Der Name steht für den Unterwasserpalast eines Drachenkönigs aus der japanischen Folklore. Die japanische Raumsonde dagegen soll sich Ende 2019 auf den Weg zurück zur Erde machen und Asteroidenmaterial mitbringen. (dpa)

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