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Dienstag, 08.05.2018

Freiberger tauchen im Toten Meer

Forscher erkunden die Grundwasserquellen in dem extrem salzhaltigen Gewässer.

Im Toten Meer erkundeten die Taucher Salzauslaugungen an submarinen Grundwasserquellen.
Im Toten Meer erkundeten die Taucher Salzauslaugungen an submarinen Grundwasserquellen.

© TUBA/SDC

Freiberg. Jährlich senkt sich der Wasserspiegel des Toten Meeres um etwa einen Meter. An den Küsten bilden sich dadurch Hohlräume, die mitunter einbrechen und zu schweren Schäden an Gebäuden und Straßen führen. Um frühzeitig erkennen zu können, wo es zu den gefährlichen Einbruchslöchern kommt, erkunden Unterwasserforscher der TU Bergakademie Freiberg Salzauslaugungen an Grundwasserquellen, die in Tiefen von drei bis 20 Metern unter Wasser liegen. Wie die Universität am Montag mitteilte, arbeiten die Forscher des Scientific Diving Center der Bergakademie dafür mit Wissenschaftlern vom Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung Halle-Leipzig und von der Ben-Gurion-Universität Jerusalem zusammen. Bei einer zehntägigen Exkursion im April seien Proben an Grundwasserquellen in dem Gewässer entnommen worden, die derzeit in deutschen und israelischen Laboren untersucht werden.

Durch den hohen Salzgehalt des Toten Meeres benötigten die Taucher dabei rund 60 Kilogramm zusätzliches Gewicht am Körper, um überhaupt unter Wasser arbeiten zu können. Mit einer Vollgesichtsmaske mussten sie Augen und Mund vor der extrem aggressiven Salz-Sole schützen. (SZ)

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