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Dienstag, 24.07.2018

Ein Superjahr für die Wespen

Ärgernis beim Picknick: Wespe auf Marmeladenbrot. Foto: dpa/Karl-Josef Hildenbrand
Ärgernis beim Picknick: Wespe auf Marmeladenbrot. Foto: dpa/Karl-Josef Hildenbrand

© dpa

Berlin. Kaffee- und Grillfreunde können sich schon einmal darauf einstellen: Wespen haben in diesem Jahr sehr von Wärme und Trockenheit profitiert. „Es ist ein super Wespenjahr“, sagt die Biologin Melanie von Orlow von der Bundesarbeitsgruppe Hymenoptera (Hautflügler) beim Naturschutzbund (Nabu). Die sogenannte Schafskälte im Juni, die in früheren Jahren oft einen Rückschlag für die Populationen bedeutete, sei diesmal kein Problem gewesen. Auch Überflutungen seien in den meisten Regionen ausgeblieben.

Die Nester seien unter diesen Bedingungen groß und stark geworden, sodass viele Tiere erfolgreich durchgekommen seien, sagt von Orlow. Dadurch häuften sich bei ihr etwa seit Mitte Mai die Anfragen von Privatleuten, die wegen Nestern in Hausnähe Rat suchen – ungefähr 400 Anrufer, vor allem aus dem Berliner Raum, hätten sich gemeldet. Wespen bauen manchmal unter Dächern oder an Rollladenkästen Nester. Aus Naturschutzgründen sollten Nester aber nicht ohne Weiteres entfernt werden. Wespen sind nicht nur da, um Menschen den Pflaumenkuchen oder das Steak streitig zu machen. „Sie haben ihre Aufgaben in der Natur, zum Beispiel als natürliche Schädlingsbekämpfer“, sagt von Orlow. Sie seien zudem auch Nahrung für andere Insekten wie Hornissen. Panik sei nicht angebracht, betont die Biologin.

(dpa)

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