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Mittwoch, 02.05.2018

Alte Rollen, neue Zeichen

Ein Wissenschaftler arbeitet an der Konservierung eines Fragments einer Qumran-Schriftrolle (Symbolfoto).
Ein Wissenschaftler arbeitet an der Konservierung eines Fragments einer Qumran-Schriftrolle (Symbolfoto).

© Shai Halevi/Israelische Altertumsbehörde/dpa

Jerusalem. Auf den berühmten Qumran-Rollen mit Bibeltexten vom Toten Meer hat ein israelischer Forscher neue Schriftzeichen entdeckt.

Durch eine neue Bildverarbeitungstechnologie seien die Buchstaben auf den rund 2 000 Jahre alten Fragmenten jetzt erst sichtbar geworden, bestätigte eine Sprecherin der israelischen Altertumsbehörde in Jerusalem am Mittwoch. Die Technologie sei ursprünglich für die US-Weltraumbehörde Nasa entwickelt worden.

Die ersten der rund 2 000 Jahre alten Schriftrollen wurden vor 70 Jahren von einem Hirten in einer Höhle am Toten Meer gefunden. Später wurden weitere, häufig winzige Fragmente gefunden. Die antiken Schriften gehören zu den wichtigsten archäologischen Funden des 20. Jahrhunderts. Die ältesten handschriftlichen Bibeltexte sind seit 2012 digitalisiert und in bester Bildqualität im Internet zu sehen.

Wegen ihrer geringen Größe und ihrem schlechten Zustand seien manche Fragmente nach ihrer Entdeckung schlicht in Boxen gepackt worden, heißt es in einer Mitteilung der Altertumsbehörde. Oren Ableman, Schriftrollen-Forscher und Doktorand an der Hebräischen Universität in Jerusalem, habe nun mithilfe von Infrarotlicht Spuren von Tinte entdeckt, die mit dem bloßen Auge nicht zu sehen gewesen seien.

Eines der Fragmente, das Buchstaben in Althebräisch enthält, könne sogar der Hinweis auf ein bisher unbekanntes Manuskript sein. Ein weiteres stamme von der sogenannten Tempel-Schriftrolle, in der es um Anweisungen für den religiösen Dienst in einem idealen Tempel geht. Die Fragmente sind nach einem Bericht der „Times of Israel“ nur 1,5 mal 1 Zentimeter groß. (dpa)

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