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Montag, 06.08.2018

„Wirtschaft im Osten stärken“

Berlin. Angesichts der stark auseinandergehenden Arbeitnehmer-Verdienste muss aus Sicht des Ostbeauftragten der Bundesregierung die Wirtschaft im Osten gestärkt werden.

„Der Osten muss weiter aufholen“, sagte Wirtschaftsstaatssekretär Christian Hirte (CDU). „Es ist nach wie vor so, dass die Wirtschaft dort kleinteiliger ist als im Westen und die Großkonzerne mit ihren überdurchschnittlich hohen Gehältern fehlen.“ Hirte betonte: „Mir ist es ein Anliegen, die kleinen und mittleren Unternehmen im Osten weiter zu unterstützen und zu stärken. Hier haben wir in den letzten Jahren bereits deutliche positive Entwicklungen gesehen.“

Die Verdienste der Arbeitnehmer in Deutschland sind regional stark unterschiedlich und bleiben im Osten klar unter dem Niveau im Westen. Am wenigsten bekamen Ende vergangenen Jahres Vollzeitbeschäftigte im Landkreis Görlitz mit durchschnittlich 2 183 Euro brutto im Monat. Das geht aus einer Auswertung neuer Daten der Bundesagentur für Arbeit durch die Linksfraktion im Bundestag hervor (die SZ berichtete am Sonnabend).

Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Linke) sagte: „Ich glaube, dass die Bruttoeinkommen in Ost und West nie ganz vergleichbar werden. Aber wir sollten dafür sorgen, dass es die Haushaltseinkommen werden.“ Letztlich gehe es darum, was sich Familien mit ihrem Einkommen leisten könnten. Da spielten Aspekte wie Kita-Gebühren oder ein gebührenfreies Kita-Jahr, Wohnkosten und Infrastrukturangebote eine Rolle.

Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff warnte vor einem Schlechtreden der Ost-Länder. „Im Rahmen des Möglichen ist seit der Wiedervereinigung viel erreicht worden“, sagte der CDU-Politiker. Sachsen-Anhalt stehe zum Beispiel kurz vor der Vollbeschäftigung. „Deswegen ist es falsch, Ostdeutschland pauschal als Niedriglohnland zu bezeichnen.“ (dpa)

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