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Montag, 15.10.2018

Wieder kein Sieger im Riesaer Stadtderby

Von Sebastian Schwurack

Beide Mannschaften schenkten sich nichts. Und die Spieler zeigten, dass sie trotz zum Teil fortgeschrittenen Alters fußballerisch noch so Einiges drauf haben. Foto: Sebastian Schultz
Beide Mannschaften schenkten sich nichts. Und die Spieler zeigten, dass sie trotz zum Teil fortgeschrittenen Alters fußballerisch noch so Einiges drauf haben. Foto: Sebastian Schultz

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Riesa. Zwischen den Jahren 2005 und 2009 fanden sieben Derbys zwischen dem TSV Stahl Riesa und dem SC Riesa statt. Dreimal ging der SC als Sieger vom Platz. Dreimal der TSV. Eine Partie endete Unentschieden. Somit war die Bilanz ausgeglichen. Am Samstag sollte nun eine Entscheidung im prestigeträchtigen Duell folgen. Dazu trafen sich über 40 ehemalige Spieler beider Vereine. Die Wiedersehensfreude bei Fans und Spielern war natürlich groß. Über 330 Zuschauer verfolgten das mit Spannung erwartete Traditionsspiel auf dem Sportplatz Göhlis.

Die Akteure zeigten von Beginn an, dass sie fußballerisch nicht viel verlernt haben. Es entwickelte sich eine Partie auf erstaunlich gutem Niveau. Nach vorsichtigem Abtasten sahen die Zuschauer Torchancen auf beiden Seiten. Die Mehrzahl hatte der von Thomas Kupper betreute SC Riesa. Die gefährlicheren Tormöglichkeiten dagegen der TSV Stahl Riesa.

Nach 15 Minuten tauchte plötzlich David Wukasch allein vor Robert Scharf auf. Der SC-Keeper behielt im Eins gegen Eins die Oberhand und verhinderte so die TSV-Führung. Fünf Minuten später konnten die TSV-Fans dann aber das erste Tor ihrer Mannschaft bejubeln. Dafür sorgte Danny Burda, der von 2008 bis 2010 88 Spiele für Stahl bestritt und dabei 93 Tore erzielte. In der 52. Minute entschied Schiedsrichter Lutz Belger aus Dresden, der einst auch das erste Pflichtspielderby leitete, auf Freistoß für Stahl. Trainer Werner Lukoschek wechselte hierfür seinen Experten für Standardsituationen ein. David Wukasch legte sich den Ball zurecht und ließ seinem ehemaligen Mannschaftskameraden Robert Scharf keine Chance – 2:0 für den TSV. In den folgenden Spielminuten wehrte sich der SC vehement gegen die drohende Niederlage. Mit einem sehenswerten Distanzschuss aus ca. 30 Metern sorgte André Markert, der zusammen mit Thomas Olewinski wohl die weiteste Anreise aus München hatte, für den Anschlusstreffer. Der SC drängte nun auf den Ausgleich. Der TSV blieb aber durch Konter weiter gefährlich. In der Nachspielzeit erzielte der ehemalige Torjäger vom SC Riesa Michael Voigt aus Nahdistanz nach Vorarbeit von Thomas Bierstedt den 2:2-Ausgleichstreffer. Nur Sekunden später beendete der Schiedsrichter die umkämpfte Partie.

Das Traditionsduell hat also immer noch keinen Sieger gefunden und muss folglich in ein paar Jahren wiederholt werden.

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