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Dienstag, 06.03.2018

Wie Firmen dem Fachkräftemangel entgegentreten

Der Fachkräftemangel macht vor keiner Branche halt. Ob Handwerk, Wissenschaft, öffentlicher Dienst oder Gesundheitswesen – allerorten versuchen Arbeitgeber, den beruflichen Nachwuchs für sich zu begeistern.

Bild: pixabay.com / 089photoshootings
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Sogar die Banken- und Versicherungsbranche, die lange als krisenfest galt, ist inzwischen vom Fachkräftemangel betroffen. Eine wachsende Zahl von Unternehmen versucht jetzt, gezielt an junge Menschen heranzutreten.

Konzerne sprechen gezielt Studenten an

Immer mehr Finanz- und Versicherungskonzerne wenden sich an Schulabgänger und Studenten, wollen sie von einer Karriere in der Branche überzeugen. Zu den Angeboten speziell für junge Leute zählen Programme für Berufseinsteiger und Trainees sowie Weiter- und Fortbildungen inklusive Aufstiegschancen. Quereinsteigern wird der Erwerb von anerkannten Zertifikaten bei den Industrie- und Handelskammern (IHK) ermöglicht. Stellvertretend für die Branche sei der Finanzdienstleister Swiss Life Select genannt, der Jahr für Jahr ein sehr gutes Wachstum vorweisen kann.

Solche Weiterbildungsangebote sind natürlich ein probates Mittel, dem Fachkräftemangel entgegenzutreten – indem nämlich Menschen mit einer andersgearteten Ausbildung in die eigene Branche gelotst werden. Die Grenzen zwischen den einzelnen Berufsfeldern sind fließend geworden – Sprachwissenschaftler arbeiten im Vertrieb und Wirtschaftswissenschaftler in der IT. Bewerber – und gerade Quereinsteiger – sollten sich daher bereits beim Vorstellungsgespräch offen für Fort- und Weiterbildungen zeigen.

Was erwarten Studenten von Arbeitgebern?

Eine 2017er-Umfrage unter Studenten zeigt deren Ziele und Wünsche. Bei den langfristigen Karrierezielen beispielsweise steht eine ausgewogene Work-Life-Balance an erster Stelle. Schon an zweiter Position wird ein sicherer und beständiger Job genannt, gefolgt von dem Wunsch, zu einer Führungskraft mit leitender Position aufzusteigen – also ganz traditionelle Ziele.

Beim Punkt „Attraktivste Eigenschaften eines Arbeitgebers“ steht ein gutes Grundgehalt an vorderster Front, dahinter wird mit einem hohen zukünftigen Einkommen ebenfalls aufs Pekuniäre gezielt. Ebenfalls wichtig für Studenten sind vielfältige Arbeitsaufgaben, ein freundliches Umfeld und interessante Produkte beziehungsweise Dienstleistungen.

Zusammengefasst ist festzuhalten, dass Sicherheit immer noch ein ganz entscheidender Faktor bei der Berufswahl von Studenten ist – und natürlich lässt sich eine zufriedenstellende Work-Life-Balance mit einem sicheren Arbeitsplatz inklusive passender Rahmenbedingungen ebenso erreichen wie durch die Freiheit, die die Selbstständigkeit oder ein befristeter Arbeitsvertrag bieten.

Unternehmen brauchen eine Strategie

Unternehmen, die Studenten und Absolventen von sich überzeugen wollen, brauchen eine erkennbare Strategie. Das gilt besonders, wenn sie im Bereich der kleinen und mittelständischen Firmen angesiedelt sind: Die Branchenriesen wie VW, Audi, Google und Microsoft – auch das ein Ergebnis der Studie – landen eh auf den vordersten Plätzen der Wunscharbeitgeber. Berufliche Tätigkeiten sollten als ebenso sicher wie abwechslungsreich sein sowie Aufstiegs- und Karrierechancen und ein gutes Arbeitsumfeld bieten.

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