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Samstag, 30.06.2018

Wie Dynamo in die neue Saison startet

Der Spielplan beschert den Dresdnern einen reizvollen Auftakt und die Chance, gleich ein Problem zu lösen.

Von Sven Geisler

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Kristian Walter sagt, was diesmal besser werden muss und wieso er wegen der Aussagen von Marcel Franke überrascht ist.
Kristian Walter sagt, was diesmal besser werden muss und wieso er wegen der Aussagen von Marcel Franke überrascht ist.

© Robert Michael

Das geht ja gut los, könnte man meinen. Jedenfalls spielt Dynamo drei der ersten vier Spiele in der neuen Saison zu Hause. Eigentlich ein Vorteil. War es aber zuletzt nicht. Das Problem: In der Heimtabelle sind die Schwarz-Gelben in der vorigen Spielzeit Letzter geworden, nur fünf von 17 Partien hatten sie gewonnen – und das bei einer für die zweite Liga mehr als beachtlichen Kulisse von durchschnittlich rund 28 000 Zuschauern.

Diese Diskrepanz, meint Kristian Walter, sei ein Knackpunkt in der Analyse gewesen. „Darin liegt aber auch eine Chance, denn schlechter geht es kaum. Das ist auch für die Mannschaft, für jeden einzelnen Spieler ein Ziel: Wir wollen den Fans wieder etwas zurückgeben, gerade zu Hause wieder eine powervolle Truppe sein“, sagt der für die sportlichen Entscheidungen zuständige Interimsgeschäftsführer – und ist sich darin einig mit Cheftrainer und Kapitän. „Wir wollen unseren Anhängern leidenschaftlichen Fußball zeigen, ganz besonders vor der eigenen Kurve“, sagt Uwe Neuhaus, und Marco Hartmann meint: „Wenn ich an die drei Heimspiele gleich zu Beginn denke, ist das Kribbeln direkt da.“

Los geht es also am ersten August-Wochenende im DDV-Stadion gegen den MSV Duisburg. Ein gutes Omen, denn 2004 und 2017 gewannen die Dresdner zum Auftakt gegen die „Zebras“ (3:1, 1:0) und hielten am Ende die Klasse. Mit welchem Ziel sie in diese Spielzeit gehen, lässt Walter vorerst offen. „Wir wollen uns in der Vorbereitung ein ambitioniertes Ziel erarbeiten, mit dem der gesamte Verein konform geht“, erklärt der 34-Jährige. „Natürlich wollen wir besser abschneiden als zuletzt.“

Ein guter Start wäre deshalb wichtig. Aber leicht wird keine der ersten Aufgaben: am zweiten Spieltag in Bielefeld, am dritten gegen Heidenheim und am vierten kommt der Hamburger SV. Ja, der Bundesliga-Dino ist tatsächlich abgestiegen, die Uhr ist stehen geblieben. Trotzdem glaubt Walter nicht, dass sich die Vorfreude auf dieses Duell auf die drei Partien davor auswirkt. „Die werden wir genauso konzentriert angehen.“ Deshalb sei es egal, wann man auf den HSV trifft.

Das ist schon deshalb richtig, weil man sowieso gegen jeden anderen Verein in Hin- und Rückrunde antreten muss. Die prestigeträchtigen Ost-Duelle gibt es dabei gleich als Komplettpaket im Oktober: in Magdeburg, zu Hause gegen Aue und bei Union Berlin. Die genauen Termine werden noch festgelegt. Zudem dürfen sich die Fans auf das Wiedersehen mit drei Dresdner Jungs freuen. Niklas Hauptmann empfängt die ehemaligen Kollegen mit seinem neuen Verein, dem 1. FC Köln, am zweiten Novemberwochenende. Eine Woche später ist Stefan Kutschke mit Ingolstadt in Dresden zu Gast.

Ein Dresdner ist schnell wieder da

Marcel Franke ist schon am sechsten Spieltag (21. bis 23. September) wieder in Dresden. Nachdem der Verteidiger ein halbes Jahr vom englischen Zweitligisten Norwich City zu seinem Heimatverein ausgeliehen war, spielt er nun für Darmstadt 98. Im Interview mit der SZ hatte er sich enttäuscht darüber geäußert, dass sich Dynamo und speziell Walter nicht mehr bei ihm gemeldet haben. Diese Aussage überrascht nun wiederum den Kaderplaner, wie er sagt. „Marcel hat mir unmissverständlich gesagt, dass er versuchen möchte, sich bei Norwich durchzusetzen. Sonst hätte er nicht dorthin zu gehen brauchen“, erklärt Walter. „Er meinte zwar, nach der Vorbereitung könne man sehen, wie sich die Situation entwickelt. So lange können wir jedoch nicht warten.“ Deshalb sei es eben keine Entscheidung gegen Franke gewesen. „Marcel hat sein Indianergen richtig gut eingebracht. Ich mag ihn sowohl als Typen als auch als Spieler sehr“, betont Walter, „aber als sein Berater nachgefragt hat, ob er für uns noch ein Thema ist, waren wir mit unserem Plan bereits durch.“

Dynamo hat Dario Dumic fürs Abwehrzentrum verpflichtet, der auch im Winter schon ein Thema gewesen ist. Der 26 Jahre alte Bosnier wird für ein Jahr vom niederländischen Erstligisten FC Utrecht ausgeliehen. Nach Informationen der SZ soll er sogar ein Angebot von einem Champions-League-Teilnehmer ausgeschlagen haben.

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Leser-Kommentare

Insgesamt 3 Kommentare

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  1. CMacher

    Nu das wird aber auch Zeit! Da können die da oben endlich mal sehen, was mir alles drauf haben!

  2. Der wahre Oberlausitzer

    Hoffen wir mal das alles gut geht. Die erste Halbzeit gegen Gera, war ja nicht so brauschend.

  3. Schiedsrichter

    zu Kommentar 1 völlig sinnfei, wem wollen wirs zeigen hätten sie geschrieben , Ralf Minge wollen wir zeigen ,das wir es drauf haben auf eine spannende Saison

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