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Samstag, 15.09.2018

Wie aus der Idee einer Kegelgemeinschaft die Macht am Schwarzwasser wurde

Von Werner Müller

Frank Schmaler ist Präsident des Sportvereins 1993 Zeißige.V.Foto: Werner Müller
Frank Schmaler ist Präsident des Sportvereins 1993 Zeißig e. V. Foto: Werner Müller

© Werner Müller

Am Anfang stand der Wunsch nach einem Kegelclub. Darum zieren heute noch zwei Kegel und eine Kegelkugel als „Unterbau“ das Vereinswappen des Sportvereins 1993 Zeißig e.V. Doch die Kegelgemeinschaft bekam rasch Zuwachs – mit Straßenfußball. Und während sich anderswo „große“ Vereine verabschiedeten oder in der sportlichen Fast-Bedeutungslosigkeit versanken, ging es beim SV Zeißig langsam, aber stetig aufwärts – bis hinauf zur Fußball-Landesklasse Ost, in der die „Macht am Schwarzwasser“ heute der höchstklassig spielende Hoyerswerdaer Fußballverein ist. Am Wochenende feiert der SV Zeißig seinen 25. Geburtstag. Wir sprachen mit dem Präsidenten des SV Zeißig, Frank Schmaler:

Frank – wie kam es 1993 zur Bildung des SV 1993 Zeißig?

In der Gaststätte „Westphalenhof“, der ja aus einer Kegelbahn entstanden war, trafen sich regelmäßig Kegler und diskutierten gemeinsam mit „Wespe“ (der damalige Inhaber Reiner Westphal, d. Red. ) über die Gründung eines Sportvereins in Zeißig. Wespe und sein Sohn Oliver, der jetzt den Westphalenhof führt, sind übrigens bis heute treue Sponsoren des anno 1993 auf besondere Initiative von Wolfgang Finger und Karl-Heinz Zink hin offiziell gegründeten SV Zeißig. Das war ein Sportverein ohne eigenen Sportplatz und Sportlerheim.

Aber wo habt ihr denn dann gekickt?

Das war alles ein wenig schwierig. Die jungen Männer kickten anfangs auf dem Dorfplatz: Straßenfußball. Als sie in die Hobbyliga einstiegen, ging es gastweise auf den Lok- (Reichsbahn-) und den Scholzplatz in Hoyerswerda, nach Knappenrode und Bergen. Bis 2000 spielte der SVZ in der Stadtklasse und danach in der Kreisliga. Wir waren eine „Fahrstuhlmannschaft“.

Wann entstand der eigene Platz?

Von 1998 bis 2000 erfolgte der Bau des eigenen Sportplatzes und von 2000 bis 2002 der Bau des Sportlerheims. Bei der Einweihung waren auch Gäste aus der tschechischen Partnergemeinde Prikazy dabei.

Wie verlief der sportliche Weg?

Nach den gerade geschilderten eher mageren Anfangsjahren ging es so richtig los mit dem eigenen Sportplatz und Sportlerheim. Ab 2006 gab es eine zweite Mannschaft. Die Erste schaffte am 18. Juni 2011 mit dem Sieg beim FSV Steinitz den Aufstieg in die Kreisoberliga. Im gleichen Jahr stieg die Zweite in die Kreisliga auf. Die Erste ist 2017 in die Landesklasse aufgestiegen; . spielt dort unter Trainer Stefan Hoßmang, der akribisch daran arbeitet, dass der SVZ eine feste Größe in der Landesklasse wird.

Gibt es nur Fußball im Verein?

Nein; zu den etwa 200 Mitgliedern des SV Zeißig gehören die Kegler, mit denen alles begann, die Tischtennisabteilung und die Volleyballer. Aber die größte Gruppe, das sind eben die Fußballer mit den „Aushängeschildern“ 1. und 2. Mannschaft. Es gibt aber auch eine Nachwuchsabteilung, in der die Kinder und Jugendlichen aktiv sind.

Was wünscht sich der Präsident für die Zukunft des Vereins?

Ich wünsche mir, dass die 1. Mannschaft in der Landesklasse erfolgreich ist. Als Zweites wünsche ich mir, dass die Nachwuchsabteilung weiterhin erfolgreich wirkt. Vor allem aber wünsche ich mir, dass die Kameradschaft im Verein weiter wächst und viele gute Freundschaften über den Sport hinaus entstehen.