• Einstellungen
Samstag, 14.07.2018

Wer betreibt künftig den Barbarakanal?

Von Anja Wallner

Lausitzer Seenland. Erst nachdem die derzeit laufenden Bauarbeiten für die Schiffbarkeit des Barbarakanals zwischen Geierswalder und Partwitzer See abgeschlossen sind – voraussichtlich im Spätsommer – erfolgt die wasserrechtliche Abnahme durch die Landesdirektion in Dresden. Im Kreis von Vertretern der Seenland-Kommunen wurde am Donnerstag deutlich gemacht, dass man sich dahingehend paralleles Arbeiten gewünscht hätte, um nicht noch mehr Zeit zu verlieren. Ziel ist demnach, den Kanal 2019 für die Allgemeinheit zu öffnen.

Unklar ist bisher allerdings, wer den Kanal später betreibt. Wie es am Donnerstag hieß, sei das Land Sachsen wohl davon ausgegangen, dass dies Aufgabe einer regionale Gebietskörperschaft wie des Zweckverbands Lausitzer Seenland Sachsen werden wird – im Endeffekt sollen also die Kommunen zur Kasse gebeten werden. Verbands- Geschäftsführer Daniel Just sprach von einer „Regelungslücke“ in Bezug auf den Betrieb. Die Gemeinde Elsterheide und der Verband kommen als Betreiber nicht infrage, wurde deutlich gemacht.

Der Zweckverband hat bereits signalisiert, sich künftig um die Überleiter 1 (Sabrodter–Spreetaler See) und 6 (Partwitzer–Neuwieser See) zu kümmern, was ihn ab 2022 jährlich geschätzte 100 000 Euro kosten wird.

Für den Barbarakanal ist man nun auf der Suche nach einer Alternativlösung. Nach Aussage von Daniel Just soll der Bergbausanierer LMBV nun nach Aufforderung durch das sächsische Wirtschaftsministerium klären, ob der Betrieb des Barbarakanals während des aktuellen Verwaltungsabkommens über Bund-Länder-Mittel zur touristischen Entwicklung der Seen (sogenannte §4-Mittel) zu finanzieren ist. Was der Betrieb genau kostet und wie die Aufwendungen verteilt werden, steht ebenfalls noch nicht fest und soll in der Zwischenzeit geprüft werden.