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Dienstag, 12.06.2018

Wenn ungelenk auf falsch trifft

Bundestrainer Joachim Löw vor einem „Best never rest“-Plakat
Bundestrainer Joachim Löw vor einem „Best never rest“-Plakat

© dpa

Dortmund. Der Verein Deutsche Sprache sucht wieder den schlimmsten Sprachpanscher. Für die Negativ-Auszeichnung in diesem Jahr können Interessierte aus fünf Kandidaten wählen. Bis 24. August kann das Kreuz beim Deutschen Fußballbund (DFB), dem Lebensmitteldiscounter Lidl, dem Bekleidungsunternehmen C&A, der Landeszentrale für politische Bildung Niedersachsen oder bei der Siemens AG gemacht werden.

Der DFB schicke die Nationalmannschaft mit dem Spruch „Best never rest“ nach Russland. Das klinge wie die ungelenke Formulierung eines russischen Englischschülers im ersten Lernjahr, begründete der Verein seine Wahl. Zudem sei der Spruch auch trainingspsychologisch falsch. Dass die Besten niemals ruhen sollen, entspreche kaum den Erkenntnissen modernen Trainings.

Auch die Firma Lidl hat nach Ansicht des Vereins Deutsche Sprache gute Aussichten auf die Auszeichnung. In Frankreich werbe das Unternehmen französisch, in Italien italienisch, in Portugal portugiesisch - und in seinen deutschen Filialen englisch mit Sprüchen wie „Mum’s fashion, Color is beautiful, You’ve got the power“.

Weitere Kandidaten seien das Textilunternehmen C&A mit „Hello sunshine/hello smile“, die niedersächsische Landeszentrale für politische Bildung mit „Let’s play Germany“, „Spot on. Demokratie auf der Spur“ und Siemens mit dem Leitspruch „Ingenuity for Life“.

Der Negativpreis ging im vergangenen Jahres an die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD). Der Verein Deutsche Sprache kritisierte ihr „godspots“ getauftes freies Wlan und die Genderisierungen alter deutscher Liedtexte. (epd)

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