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Montag, 17.09.2018

Wenn das Rathaus brennt

Rund 50 Feuerwehrleute aus Kreischa haben den Ernstfall geprobt. Der Rathauskeller stand bei der Jahresübung im Fokus.

Zwei Feuerwehrleute aus Kreischa tragen eine „gerettete“ Freiwillige aus dem Rathaus.
Zwei Feuerwehrleute aus Kreischa tragen eine „gerettete“ Freiwillige aus dem Rathaus.

© Andreas Weihs

Kreischa. Qualm steigt auf. Das Rathaus in Kreischa brennt. Anwohner hatten die Feuerwehr alarmiert. Die Einsatzkräfte rücken in Minutenschnelle an – so geschehen bei der großen Jahresübung der Kreischaer Ortswehren am Freitagabend. In dem Gebäude am Kurpark hat es aber nicht wirklich gebrannt. Die Feuerwehrleute sollten die Abläufe bei einem Brand mit Personenrettung proben. Denn, wenn es tatsächlich ernst wird, sollte alles bis ins Detail sitzen.

Rund 50 Einsatzkräfte der Ortswehren aus Saida, Lungkwitz und Kreischa – die Kameraden der Ortswehr Kautzsch hatten zeitgleich eine Veranstaltung und waren entschuldigt – rückten gegen 19 Uhr mit sechs Fahrzeugen zum Rathaus aus. Ohne Tatütata und ohne Blaulicht kamen sie dort an. „Das war eine Schulungsübung, alle Teilnehmer wussten im Vorfeld Bescheid“, erklärt Vize-Wehrleiter Steffen Hentzschel.

Nahezu drei Stunden dauerte das komplette Prozedere. Bei der großangelegten Übung stand vor allem der Keller im Fokus. Dort waren zwei Freiwillige eingesperrt, die es zu retten galt. Zudem wurde bei der Simulation geprobt, wie die Brandentwicklung eingedämmt werden kann. Auch wurden Funkverkehr, Löschabläufe und Atemschutzgeräte getestet. Das Rathaus, das laut Gemeindefeuerwehr über keine Brandmeldeanlage verfüge, sei auch deshalb für die Übung geeignet gewesen, weil die Kellerräume sonst „nur wenig genutzt werden“.

Hentzschel war am Ende zufrieden: „Lief gut.“ Die Personen wurden aus dem Keller „gerettet“, die Abläufe funktionierten recht ordentlich. Und zum Schluss traf man sich noch zum Grillabend bei einer Bratwurst am Gerätehaus in Kreischa. (skl)

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