• Einstellungen
Samstag, 14.07.2018

Wenn das Löschwasser knapp wird

Der obere Teich in Schönberg dient zur Löschwasserentnahme. Er hat eine undichte Stelle. Doch lohnt sich eine Reparatur?

Von Frank Korn und Heike Heisig

Bild 1 von 2

Der obere Dorfteich in Schönberg hat ein Leck. Ob und wie das behoben werden kann, steht noch nicht fest.
Der obere Dorfteich in Schönberg hat ein Leck. Ob und wie das behoben werden kann, steht noch nicht fest.

© Frank Korn

Das Foto zeigt den Löschteich in Haßlau, der derzeit repariert wird.
Das Foto zeigt den Löschteich in Haßlau, der derzeit repariert wird.

© Dietmar Thomas

Waldheim/Roßwein. Der Anblick, den der obere Dorfteich im Waldheimer Ortsteil Schönberg bietet, ist nicht gerade schön. Die Wasseroberfläche ist mit einer braunen Schicht überzogen. Doch das ist aus Sicht von Sebastian Blech, Ortswehrleiter der Schönberger Feuerwehr, nicht so dramatisch. Für bedenklich hält er allerdings den Füllstand des Teiches, der wie der untere Dorfteich als Löschwasserentnahmestelle dient. „Immer wenn es geregnet hat, steigt das Wasser etwas an, fällt jedoch schnell wieder auf den jetzigen Stand zurück“, sagt Blech.

Der Ortswehrleiter kann sich noch gut an das Jahr 2013 erinnern, als die Feuerwehren aus Waldheim und Umgebung dreimal in Schönberg nach Brandstiftungen löschen mussten. Nicht nur deshalb hält er es für wichtig, dass genügend Wasser zur Verfügung steht. „Wir haben das Problem auch schon an die Stadtverwaltung weitergeleitet“, sagt Blech.

Ordnungsamtsleiterin Mandy Thümer weiß um das Problem in Schönberg. Es sei zu prüfen, ob Geld für die Reparatur des Teiches investiert wird oder andere Möglichkeiten der Löschwasserbereitstellung in Betracht kommen. Doch es gibt noch mehr Problemstellen. „Wir lassen von der Firma Sikona aus Leipzig eine Löschwasseranalyse erstellen“, sagt Mandy Thümer. Ein Vertreter der Firma sei derzeit dabei, sich mit den Ortswehrleitern in Verbindung zu setzen, um den Ist-Zustand aufzunehmen. Herauskommen soll eine Übersicht mit allen Löschwasserentnahmestellen. „Das können Hydranten, Zisternen, Teiche sowie natürlich die Zschopau sein“, erläutert die Ordnungsamtschefin. Zu prüfen sei auch, wo mobile Staustellen eingesetzt werden können.

Ziel sei es, die Analyse bis zum September fertigzustellen. Danach soll eine Beratung mit der Firma Sikona und allen Ortswehrleitern erfolgen, um geeignete Maßnahmen auflisten zu können. Damit soll dann eine Vorlage für den Verwaltungsausschuss beziehungsweise den Stadtrat erstellt werden, die Umsetzung der erforderlichen Maßnahmen dürfte eine Stange Geld kosten. Mandy Thümer schätzt, dass es ein sechsstelliger Betrag werden könnte.

Auch im Roßweiner Ortsteil Haßlau gibt es schon seit längerer Zeit ein Problem mit dem Löschwasserteich. Inzwischen hat das Bauhofteam den Schlamm ausgebaggert sowie Ein-, Aus- und Überlauf erneuert, wie Leiterin Monika Weigel dem Döbelner Anzeiger erklärt. Sie geht davon aus, dass in der nächsten Woche der kaputte Zaun ersetzt werden kann und damit die Teichmodernisierung zum Abschluss kommt. Verzögert hätten sich die Arbeiten durch ein Leck. Das sei inzwischen aber lokalisiert und repariert worden.

Ebenfalls in der kommenden Woche widmet sich das Team des Bauhofes dem Gleisberger Löschteich. Dort haben die zurückliegenden Starkniederschläge den Abfluss verstopft. Ist der befreit, dürfte der Teich wieder seinem Zweck, der Löschwasserversorgung, dienen.

Der in Wetterwitz tut das bereits. Dort hatte sich über Jahre Schlamm angesammelt, der Schutzzaun rundherum war teilweise kaputt. Bei der Ortsteilbegehung im Frühjahr schauten sich die Teilnehmer an, dass der Großteil der Ertüchtigung schon geschafft, der Holz- durch einen Metallzaun ersetzt war.

Desktopversion des Artikels