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Samstag, 13.10.2018

Weiter mit Tempo 70 nach Lohmen

Der neue Asphalt ist zwar griffig, die Geschwindigkeitsbegrenzung aber bleibt bestehen. Warum?

Von Nancy Riegel

© Archiv/SZ

Lohmen. Seit mehr als zwei Monaten rollt der Verkehr über die frisch sanierte Staatsstraße zwischen Pirna und Lohmen. Trotz des neuen Asphalts auf der S 164 herrscht noch immer ein Tempolimit von 70 Stundenkilometern, wie schon vor den Bauarbeiten. Nach Auskunft des Landratsamts in Pirna wird die Geschwindigkeitsbegrenzung auch weiterhin beibehalten.

Zwar ist der neue Asphalt griffig und damit nicht mehr so gefährlich wie die alte Schwarzdecke, haben Messungen des Landesamts für Straßenbau und Verkehr ergeben. Somit konnte die Begrenzung auf 50 km/h bei Nässe in den Kurven aufgehoben werden. Trotzdem darf man vor und hinter Doberzeit nur mit Tempo 70 fahren. „Die engen Kurvenradien und das Fehlen von Schutzplanken erlauben keine weitere Heraufsetzung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit“, erklärt Heiko Weigel, Beigeordneter Bau und Umwelt im Landratsamt Pirna.

Zuletzt wurde die Einhaltung des Tempolimits auch mit Radarkontrollen überprüft. Viele Autofahrer fahren auf der Straße zwischen Pirna und Lohmen deutlich schneller als 70 km/h, immerhin war hier vor nicht allzu langer Zeit noch Tempo 100 erlaubt. Vor gut einem Jahr wurde die Geschwindigkeitsbegrenzung eingeführt, nachdem es immer wieder Autofahrer aus der Kurve geschleudert hatte. Bei Regen durfte man sogar nur noch 50 fahren. Die Straße sah, so ganz ohne Schlaglöcher, zwar optisch gut aus. Der Asphalt allerdings war abgefahren und nicht mehr griffig. Schon 2017 sollte sie saniert werden, doch erst im Sommer 2018 wurden die Bauarbeiten realisiert.