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Freitag, 14.09.2018

Waldschlößchen vor dem Abriss

Der Eigentümer will den einstigen Rockschoppen endgültig abreißen – bekommt allerdings Gegenwind.

Die Situation am Waldschlößchen ist den Röderauern schon lange ein Dorn im Auge.
Die Situation am Waldschlößchen ist den Röderauern schon lange ein Dorn im Auge.

© Sebastian Schultz

Röderau. Die Situation am Waldschlößchen in Röderau ist den Anwohnern schon lange ein Dorn im Auge. Der ehemalige Rockschuppen ist halb eingestürzt, ein Teil wurde vom bayerischen Eigentümer selbst abgerissen. Der Schutt jedoch blieb liegen und türmt sich meterhoch auf dem Gelände, das wohl oft als Abenteuerspielplatz von Kindern und Jugendlichen genutzt wird.

Es gab wiederholt die Aufforderung vom Landratsamt, für Sicherheit zu sorgen. Die Androhung von Zwangsgeld hat wohl gewirkt, denn jetzt liegt der Antrag vor, das Gebäude vollständig abzureißen und aus dem Abbruchmaterial einen Damm in Richtung Bahnlinie zu errichten. Weil dazu ein Bauantrag notwendig ist, landete der Fall im Zeithainer Gemeinderat – und der zeigte sich wenig begeistert von dem Vorhaben. Man munkelt, der Eigentümer wolle mit dem Damm die Entsorgungskosten sparen.

In der Gemeindeverwaltung selbst sieht man es ähnlich: „Ich halte davon nichts. Das Material ist zu entsorgen. Der Wall bringt ja nichts Gutes“, so Bauamtsleiter Holger Koßwig. Zeithain verwehrt dem Antrag die Zustimmung. Ob und wann nun abgerissen wird, ist unklar. (SZ/ste)

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