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Donnerstag, 11.10.2018

Wahlgipfel mit Musik

Der Trägerverein Smy hatte jetzt nach Nebelschütz zum Wahlgipfel eingeladen. Er fand in der Bjesada am Pfarrgemeindehaus statt. Ungefähr 30 Sejm-Kandidaten und weitere Interessierte arbeiteten im ersten Teil der Veranstaltung in einem extern moderierten Workshop an der Frage, wie sich Selbstbestimmung und Selbstermächtigung der Sorben ausdrücken und gestalten lässt. Außerdem wurde eine Methode der konsensorientierten Entscheidungsfindung erprobt. Insgesamt wurde deutlich, wie eine demokratische und zukunftsfähige Arbeitsweise für den Sejm aussehen könnte. Im zweiten Teil der Veranstaltung stellten sich die Kandidatinnen und Kandidaten zum Serbski Sejm mit ihrem Motivationen und Programmen der Presse und den 50 Anwesenden vor.

Zwei mal zwölf Abgeordnete

Für die ober- und niedersorbische Region sollen je zwölf Abgeordnete gewählt werden. Dafür haben sich Frauen und Männer unterschiedlichen Alters aus dem Siedlungsgebiet und sowie Dresden, Leipzig und Berlin präsentiert, die ein breites Spektrum an Erfahrungen und Kompetenzen in das zukünftige Parlament einbringen können. Sie werden in den nächsten Wochen aktiv zur Wählerregistrierung und zur Wahl aufrufen.

Bis zum 27. Oktober können sich Sorbinnen und Sorben als Wählerinnen und Wähler registrieren lassen, das Ende der Wahlzeit ist der 3. November um 10 Uhr. Weitere Informationen können auf der Internetseite abgerufen werden, auf der auch erläutert wird, worum es beim Serbski Sejm geht: „Die Sorben/Wenden in Sachsen und Brandenburg brauchen eine demokratisch legitimierte Volksvertretung. Wir wollen Bevölkerung und Politik für diese Idee gewinnen. Unser Ziel ist ein eigenes Parlament – Serbski Sejm.“

Den Abschluss des Tages in der Nebelschützer Bjesada bildete ein fröhliches Fest mit Livemusik, vielen Gesprächen und ausgelassenem Gesang sorbischer/wendischer Volkslieder. (SZ)

www.serbski-sejm.de