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Mittwoch, 12.09.2018

Vom Film in die Politik

Cynthia Nixon, einst Star in der TV-Serie „Sex and the City“, will Gouverneurin des Bundesstaates New York werden.

Von Christina Horsten, New York

Cynthia Nixon will für die Demokratische Partei bei der Gouverneurswahl im Staat New York ins Rennen gehen. Mit ihren politischen Ambitionen folgt sie berühmten Vorbildern.
Cynthia Nixon will für die Demokratische Partei bei der Gouverneurswahl im Staat New York ins Rennen gehen. Mit ihren politischen Ambitionen folgt sie berühmten Vorbildern.

© dpa

Auf Taschen und T-Shirts ihrer Unterstützerinnen steht die Aufschrift „Ich bin eine Miranda und ich wähle Cynthia“. Fast 15 Jahre nach dem Ende der Erfolgsserie „Sex and the City“ will Cynthia Nixon, die darin die Karriere-Anwältin Miranda Hobbes gespielt hat, Gouverneurin des Bundesstaats New York werden. Am Donnerstag tritt sie gegen Amtsinhaber Andrew Cuomo in der Vorwahl um die Kandidatur für die Demokratische Partei an. Die Gouverneurswahl ist dann für den 6. November angesetzt.

„Was es bedeutet, 2018 eine ,Miranda‘ zu sein? Es bedeutet, dass man sich und sein Leben selbst definiert, dass man zu dem steht, was richtig ist und dass man andere Frauen unterstützt“, sagt Nixon. „Für mich bedeutet es, meine Leidenschaft für Gerechtigkeit überall – vor allem in der Bildung und bei der Reform des Strafjustizsystems – zu nutzen, um meinen Heimatbundesstaat New York zu einem besseren Ort für alle zu machen. Deswegen bewerbe ich mich als Gouverneurin.“

Der Wechsel von der Schauspielerei in die Politik ist in den USA nicht unüblich. Bekanntestes Beispiel ist US-Präsident Ronald Reagan (Amtszeit 1981–1989), der zuvor in Dutzenden Filmen und TV-Serien mitspielte.

Cynthia Nixon war schon lange vor „Sex and the City“ in der Branche erfolgreich. Bereits als Teenager stand sie vor der Kamera. Bei ihrem ersten Kinofilm „Kleine Biester“ war sie 14. Die Rolle der Miranda Hobbes machte sie zum Weltstar. Nixon, die an der noblen New Yorker Upper West Side lebt, hat zwei Kinder aus einer früheren Beziehung mit ihrem Studienkollegen Danny Mozes. Sie ist seit 2012 mit der Aktivistin Christine Marinoni verheiratet.

Mit Amtsinhaber Andrew Cuomo hat Nixon einen starken Gegenkandidaten. Der Amtsinhaber ist beliebt, hat die Unterstützung großer Geldgeber und Verbände und lag bislang in allen Umfragen deutlich vorn. Cuomo sei ein „korrupter Konzern-Demokrat“, warf die 52-Jährige ihrem Herausforderer vor. Der 60-Jährige Amtsinhaber kritisierte die mangelnde Erfahrung seiner Herausfordererin. „Meine Gegnerin lebt in der Welt der Fiktion, ich lebe in der Welt der Fakten.“ (dpa)