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Freitag, 14.09.2018 Handball

Volles Auswärtsprogramm

Fast alle Teams der Region stehen am Wochenende auf der Platte. Heimvorteil genießen dabei nur die Leisniger Männer.

Von Dirk Westphal und Harald Grotzke

Kristin Fiedler und die Frauen des Roßweiner SV fahren als Spitzenreiter zum BSC Motor Rochlitz und wollen diese Position auch nach dem Spieltag innehaben.
Kristin Fiedler und die Frauen des Roßweiner SV fahren als Spitzenreiter zum BSC Motor Rochlitz und wollen diese Position auch nach dem Spieltag innehaben.

© André Braun

Döbeln. Nachdem in den vergangenen Wochen speziell im Spielbereich auf Landesebene noch nicht alle Vertreter der Region antreten mussten, gibt es am Wochenende ein volles Programm in fast allen Spielklassen.

Sachsenliga Männer

Zum Aufsteiger Zwönitzer HSV (6./2:2) muss die HSG Neudorf/Döbeln (10./0:2) reisen. Nach der deutlichen Auftaktniederlage in Görlitz sollten sich die Mittelsachsen keine zweite Schlappe einhandeln, denn dann wäre der Saisonstart total misslungen. Der Aufsteiger wird sich zu Hause aber sicher viel vornehmen und muss auch ernst genommen werden. Für die Neudorf/Döbelner geht es darum, eine optimale Leistung zu zeigen und die Fehler der bisher ausgetragenen Partien zu vermeiden. HSG-Trainer Thomas Schneider sagte: „Wir brauchen ein Erfolgserlebnis, und so wollen wir das Spiel auch angehen.“ Die Neudorf/Döbelner müssen dabei auf drei Urlauber sowie auf Lars Ettelt verzichten, der nach seiner Blauen Karte in Görlitz für zwei Spiele gesperrt wurde.

Sachsenliga Frauen

Mit Oberligaabsteiger BSV Sachsen Zwickau II (1./3:1) wartet auf die HSG Neudorf/Döbeln (4./2:0) eine bisher völlig unbekannte Mannschaft. Es ist davon auszugehen, dass die Gastgeberinnen auf einem sehr guten spielerischen Niveau agieren und das auch in der Sachsenliga zeigen werden. Die Zwickauerinnen werden immer wieder als Titelaspirant genannt und es ist damit zu rechnen, dass sie diese Rolle auch spielen können. Die HSG kann entspannt in dieses Spiel gehen, die Favoritenbürde liegt bei den Einheimischen. Der Sieg in Marienberg hat gezeigt, dass der amtierende Meister aber schon gut in Form ist und er kann sich auch in Zwickau bei eigener optimaler Leistung einiges ausrechnen. „Es wird ein ganz hartes Stück Arbeit. Wir werden sehen, was das Nachwuchsleistungszentrum Zwickau aufbietet“, sagte HSG-Trainer Daniel Reddiger und fügte an: „Bei uns ist das Personal knapp, es fehlen Doreen Böhme, Sandra Laudel, Annett Sperling und Julia Funke. Da haben wir auf der Halbposition echt zu kämpfen.“

Verbandsliga Männer Staffel West

Der VfL Waldheim 54 (9./0:2) ist bei der HSG Rottluff/Lok Chemnitz (3./2:0) zu Gast. Spielerisch dürften beide Kontrahenten das gleiche Niveau haben. Damit werden Kleinigkeiten über den Ausgang der Partie entscheiden. Den Chemnitzer Heimvorteil kann der VfL mit einem entschlossenen und konzentrierten Auftritt sicherlich wettmachen. Es könnte eine enge Begegnung mit offenem Ausgang werden. „Es wird wahrscheinlich eine ganz schwere Nummer“, schätzt VfL-Trainer René Busch ein und fügte an: „Personell sieht es bei uns gut aus, wir reisen mit voller Besetzung an. Die Truppe hat sich von der Niederlage der Vorwoche erholt. Schauen wir mal, ob wir etwas mit nach Hause bringen können.“

Verbandsliga Frauen Staffel West

Beim SV Turbine Leipzig ( 8./2:2) erwartet den VfL Waldheim 54 (12./0:4) eine nicht einfache Auswärtsaufgabe. Das Spielniveau der Leipzigerinnen wird sicher nicht wesentlich stärker als das des VfL sein, allerdings spielt das Heimrecht den Turbine-Frauen in die Karten. In eigener Halle sind die Messestädterinnen nur mit einer optimalen Leistung zu knacken. Waldheim kann dazu in der Lage sein, wenn beim VfL alles sehr gut läuft und genügend Wechselmöglichkeiten vorhanden sind. „Wir spielen auswärts, der Druck liegt mehr bei Turbine. Aber eigentlich wollen wir endlich mal etwas holen und wenn die Mädels zwei gleichwertige Halbzeiten hinbekommen, sollte das auch möglich sein“, sagte VfL-Trainer Ulf Seeger, dem der komplette Kader zur Verfügung steht.

Bezirksliga Männer Leipzig

Der VfL Waldheim 54 II (2./4:0) reist zum BSC Victoria Naunhof (10./0:4). Die Einheimischen werden vor eigener Kulisse alles geben, um das Spiel zu gewinnen. Fahren die Waldheimer mit dem gleichen festen Willen nach Naunhof, dann haben sie berechtigte Aussichten auf den vollen Erfolg.

Bezirksliga Frauen Leipzig

Beim Bornaer HV 09 (12./0:4) ist die HSG Neudorf/Döbeln II (5./2:2) als klarer Favorit anzusehen. Der amtierende Meister besitzt handballerisch die klar besseren Fähigkeiten und das wird sich am Ende auch durchsetzen. Die HSG wird sicher nicht den Fehler begehen und die Gastgeberinnen unterschätzen.

Bezirksklasse Männer Leipzig

Der SV Leisnig 90 (7./2:2) empfängt den TuS Leipzig-Mockau (8./2:2). Auf dem angestrebten Weg zurück in die Bezirksliga ist ein Heimsieg gegen die Leipziger schon fast Pflicht. Die Aussichten dafür sind auch vorhanden. Der Gastgeber braucht dazu aber eine rundum gelungene Vorstellung.

2. Bezirksklasse Männer Chemnitz

Beim Aufsteiger HSG Rochlitz/Geringswalde (2./2:0) gastiert die HSG Striegis (4./2:2). Die neuformierten Gäste haben bisher angenehm überrascht und sollten in Rochlitz auch nicht chancenlos sein. Der Aufsteiger wird ehrgeizig zu Werke gehen und nicht einfach zu bezwingen sein. Eine interessante Begegnung mit offenem Ausgang.

Bezirksklasse Frauen Chemnitz

Der BSC Motor Rochlitz (8./2:2) trifft zu Hause auf den Roßweiner SV (1./4:0). Die Gäste haben in ihren bisherigen Spielen eine sehr gute Form präsentiert und damit können sie auch selbstbewusst in Rochlitz auftreten. Der BSC wird versuchen, dem Favoriten Paroli zu bieten. Stellen sich die Roßweinerinnen darauf ein und ziehen ihr eigenes Spiel konsequent durch, dann ist der Auswärtssieg realistisch.

Kreisliga Männer Mittelsachsen

Mit dem Spiel beim Zwönitzer HSV II (2./2:0) beginnt für die HSG Neudorf/Döbeln III (7./0:0) die Kreisligasaison. Die Gastgeber haben am ersten Spieltag zu Hause mit dem Sieg über den VfL Waldheim 54 III (5./2:2) ihre Fähigkeiten schon mal gezeigt. Die HSG muss sich demnach auf einen spielerisch recht gut aufgestellten Gastgeber gefasst machen. Die neuformierten Gäste reisen allerdings nicht chancenlos ins Erzgebirge. Gelingt ihnen ein spielerisch ansprechender Auftritt, dann ist auch etwas zu holen.

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