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Mittwoch, 11.07.2018

Verwirrung um Parkplätze am Schillerplatz

Von Julia Vollmer

Um die Stellplätze unter dem Blauen Wunder und am Schillerplatz gibt es schon seit Jahren Debatten.Foto: Sven Ellger
Um die Stellplätze unter dem Blauen Wunder und am Schillerplatz gibt es schon seit Jahren Debatten. Foto: Sven Ellger

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Seit Jahren warten Anwohner und Händler auf Lösungen für das Stellplatzproblem am Schillerplatz. Jetzt ist das Parkkonzept fertig und soll in einem der nächsten Bauausschüsse nach den Ferien vorgestellt werden. Die SZ hatte schon erste Details daraus berichtet: Es sollen mehr Stellplätze geschaffen werden. Jetzt kommen wieder zwei neue Varianten dazu von der Stadt.

Bei der ersten Version wird der Elberadweg leicht in Richtung Elbe versetzt. Das Parken unter der Brücke und am Ufer soll für Autos verboten werden. „Dafür werden über 100 zusätzliche Fahrradstellplätze vor dem Schillergarten und unter der Brücke geschaffen“, so das Stadtplanungsamt. In der ursprünglichen Variante dieser Version sollten auch noch Parkplätze für Autos geschaffen werden, nun plötzlich nicht mehr.

In Variante 2 wird der Radweg etwas stärker in Richtung Elbe versetzt. Auch hier dürfen Autos nicht mehr unter der Brücke und am Ufer parken, dafür werden aber etwa 20 Stellplätze direkt vor dem Schillergarten geschaffen und etwa 40 zusätzliche Fahrradstellplätze. Auf die Frage, warum am Elbufer plötzlich Parkplätze entstehen können, obwohl argumentiert wurde, das sei ein Naturschutzgebiet, antwortet die Stadt ausweichend. „Der verkehrsplanerische Vorschlag, der jetzt auf dem Tisch liegt, wird mit dem Umweltamt abgestimmt“, so Doris Oser, persönliche Referentin von Baubürgermeister Raoul Schmidt-Lamontain (Grüne). Jahrelang hieß es, am Elbufer könnten keine Stellflächen entstehen, da das Gebiet Fläche des Freistaates sei.

Hat die Stadt das Gelände vom Land inzwischen gekauft? Die Stadtentwickler erarbeiten aktuell eine Vorlage für den Stadtrat, der soll entscheiden, welche Variante er will, so Oser. Diese soll dann weiter geplant werden. Der Stadtrat muss sich außerdem positionieren, ob die Stadt das Gebiet an der Elbe kaufen will.

Zuspruch kommt von CDU und SPD. „Wir sind natürlich für die Variante mit den meisten Parkplätzen, jeder Stellplatz wird gebraucht“, so CDU-Verkehrsexperte Gunter Thiele. Er halte nichts von der Regelung, dass nicht mehr unter der Brücke geparkt werden darf. SPD-Stadtrat Hendrik Stahlmann-Fischer betont: „Ich freue mich, dass es vorangeht. Uns wurde ja vorgeworfen, wir wollten den Parkplatz aus ideologischen Gründen abschaffen.“ Nun solle die Größe der Flächen aber an den tatsächlichen Bedarf angepasst werden.

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