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Donnerstag, 11.10.2018

Verjüngungskur für Strommasten

Nach einem Vierteljahrhundert muss so Mast repariert werden. Der Kunde soll von den Arbeiten nichts merken.

Von Heike Sabel

Aus der Entfernung ist nicht zu sehen, dass der Heidenauer Strommast erneuert werden muss. Für die Arbeiten ist er sicherheitshalber abgesperrt.
Aus der Entfernung ist nicht zu sehen, dass der Heidenauer Strommast erneuert werden muss. Für die Arbeiten ist er sicherheitshalber abgesperrt.

© Norbert Millauer

Heidenau. Mit 25 Jahren hat ein Strommast die Hälfte seiner durchschnittlichen Lebenszeit erreicht und muss überholt werden. Das passiert gegenwärtig unter anderem in Heidenau. Hier wird seit einigen Wochen am Mast an der Güterbahnhofstraße gegenüber der Schokoladenmanufaktur gearbeitet. Der Mast und das Fundament werden umfangreich ausgebessert, dafür wird schwere Technik eingesetzt. Deshalb wurde auch eine feste Behelfszufahrt zum Mast gebaut. In einem zweiten Schritt werden die Leitungen bzw. Halteseile ausgewechselt, teilt der Energieversorger Enso auf Nachfrage mit. Davon werden die Stromkunden jedoch nichts merken, Stromschwankungen oder sogar Ausfälle wird es nicht geben. Während der Arbeiten wird auf andere Leitungen umgeschaltet, sagt Enso-Sprecherin Claudia Kuba, sodass die Versorgung ohne Einschränkungen gewährleistet ist.

Der Heidenauer Mast ist einer von 18, die zwischen dem Bereich Dresden-Süd und der Autobahn saniert werden. Nächstes Jahr folgen weitere Masten entlang der Stromtrasse bis Leupoldishain. Allein in diesem Jahr kostet die planmäßige Reparatur der in die Jahre gekommenen Strommasten die Enso rund 3,5 Millionen Euro. Hinzu kommt der Austausch nicht mehr brauchbarer. Die Verjüngungskur aller Masten dauert mehrere Jahre und ist ein sukzessiver Prozess – schließlich kommen alle mal in das kritische Alter.