• Einstellungen
Freitag, 10.08.2018

Verein erwartet Ministerin zum Geburtstag

Der Freistaat förderte den interkulturellen Garten seit 2016 mit rund 115000 Euro.

Auch dieses Jahr hofft der Verein wieder auf eine gute Ernte. Im vergangenen September freuten sich (v.l.) Vereinsmitglied Johannes Hoppe, Vereinschefin Cornelia Obst, Matthias Arnold und die Deutschinderin Jaspal Kauer über die Resultate.
Auch dieses Jahr hofft der Verein wieder auf eine gute Ernte. Im vergangenen September freuten sich (v.l.) Vereinsmitglied Johannes Hoppe, Vereinschefin Cornelia Obst, Matthias Arnold und die Deutschinderin Jaspal Kauer über die Resultate.

© Matthias Schumann

Coswig. Für Sachsens Integrationsministerin Petra Köpping (SPD) ist der Verein Interkultureller Garten Coswig e.V. ein herausragendes Beispiel für vorbildliche Integrationsarbeit. Dieses Jahr besteht der Garten zehn Jahre, die Ministerin gratuliert.

Nachdem sich 2008 in Coswig Menschen zusammenfanden, um die gemeinsame Idee eines interkulturellen Gartens zu verwirklichen, ist es ihnen mit Unterstützung gelungen, einen Ort der Begegnung entstehen zu lassen und einen Ort für gemeinsame Betätigung im Gartenbau zu schaffen, heißt es aus dem Ministerium von Petra Köpping. Derzeit sind unter anderem Menschen aus Indien, Pakistan, Libyen und Afghanistan in der Gartenbewirtschaftung aktiv. Unterstützt werden sie dabei von etwa 20 bis 30 Vereinsmitgliedern, Freunden und Nachbarn. Neben der Pflege des Gartens werden auch Seminare zum Natur- und Umweltschutz angeboten. Ministerin Petra Köpping förderte seit 2016 bereits drei Projekte des Vereins mit insgesamt rund 115 000 Euro. „Hier wird Integration vorbildlich gelebt, denn der Garten dient allen Menschen in der Region als Anlaufstelle. Niemand wird ausgegrenzt, sondern alle sind willkommen. Dadurch werden Kennenlernen, Begegnung möglich und das Verständnis füreinander wächst. Ich danke den Ehrenamtlichen für ihr großartiges Engagement und wünsche den Aktiven für die kommenden zehn Jahre weiterhin viel Kraft, Durchhaltevermögen und Unterstützung“, schreibt die Ministerin, die zur Jubiläumsfeier am Sonnabend nach Coswig kommen will.

Der Verein hat auch bundesweit Beachtung gefunden. Dass ein Ziel die Integration von Aussiedlern und Aussiedlerinnen durch gemeinsame Tätigkeit mit Einheimischen im Gartenbau ist und der Garten offen für andere Menschen, selbstverständlich auch für Asylbewerber und -bewerberinnen, um ihnen eine Art neues Heimatgefühl zu geben, ein Stück unserer Kultur nahezubringen und auch von ihnen lernen zu können, ist auf der Internetseite der Stiftung Anstiftung zu lesen. Die Münchner Stiftung fördert, vernetzt und erforscht nach eigenen Worten Räume und Netzwerke des Selbermachens. Dazu gehören interkulturelle und urbane Gärten, offene Werkstätten, Reparatur-Initiativen.(SZ)