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Mittwoch, 13.06.2018

Unternehmen interessieren sich für Kirschallee 2

Im Entwurf steht fest, wie das neue Gewerbegebiet in Neustadt aussehen soll. Für den Schornstein gibt es wohl keine Zukunft.

Von Nancy Riegel

Bis zum Betonpfeiler in der Mitte des Bildes erstreckt sich eines der Quartiere des künftigen Gewerbegebiets Kirschallee 2. Für dieses Quartier gebe es laut Frieder Haase bereits einen Interessenten, der die hellblaue Halle übernehmen will.
Bis zum Betonpfeiler in der Mitte des Bildes erstreckt sich eines der Quartiere des künftigen Gewerbegebiets Kirschallee 2. Für dieses Quartier gebe es laut Frieder Haase bereits einen Interessenten, der die hellblaue Halle übernehmen will.

© Dirk Zschiedrich

Neustadt. Wenn es ums Thema Industrieansiedlungen geht, ist die Stadt Neustadt ganz vorn mit dabei. Kaum ist der erste Teil des Gewerbegebiets Kirschallee vollendet, wird der zweite Bereich geplant und beworben. Dafür zuständig ist seit rund zwei Monaten Königsteins früherer Bürgermeister Frieder Haase, der Geschäftsführer der Industrie-Center Neustadt GmbH (ICN) ist.

Drei bis vier Quartiere sollen entstehen

Der Name „Kirschallee 2“ meint die Fläche zwischen den bereits erschlossenen Quartieren, auf denen sich unter anderem Capron niedergelassen hat, dem Freibadesee als nördliche Grenze, dem Feldweg dorthin und der Kirschallee im Süden. Auf dem rund 3,2 Hektar großen Grundstück stehen die Hallen des pleite gegangenen Schrotthandels Keller sowie das Heizhaus samt Schornstein.

„Wir planen mit drei bis vier zu vermarktenden Quartieren“, erläutert Frieder Haase. Auf dem Schrotthandel-Grundstück soll ein Wendehammer entstehen und dafür der Weg zum Freibadesee teils ausgebaut werden. Der Grünstreifen zwischen Heizhaus und Schrotthandel soll erhalten bleiben. Am Abzweig zum Lindenweg entsteht ein Lkw-Abstellplatz. Das alles geht aus dem Vorentwurf des Bebauungsplans hervor, der im Stadtrat bestätigt wurde. Optisch sollen die Quartiere künftig dem erschlossenen Bereich nebenan ähneln.

Schornstein sprengen, abreißen oder erhalten?

Um das zu erzielen, sind umfangreiche Abrissarbeiten geplant. Das Heizhaus, das mittlerweile nur noch aus Trümmern besteht, kommt weg, ebenso mehrere Betonpfeiler auf dem Schrotthandel-Grundstück. Wäre noch der Schornstein aus Stahlbeton. Der ICN-Geschäftsführer berichtet, dass einige Neustädter für den Erhalt des Bauwerks plädieren. Für die Vermarktung des Grundstücks wäre das aber nicht hilfreich. „Wir lassen derzeit ein Sprengkonzept erarbeiten“, so Haase.

Interessenten für die ersten Flächen sind da

Was die ICN, eine hundertprozentige Tochtergesellschaft der Stadt, für das Areal Kirschallee 2 bezahlt hat, will Frieder Haase nicht sagen. Aber er verrät, dass es bereits Interessenten für einige Flächen gibt. Eine Firma will sich am vorderen Bereich des früheren Schrotthandels niederlassen und eine der Hallen übernehmen. Gespräche wurden auch schon mit einem Interessenten geführt, der sich eventuell dahinter, also Richtung Badesee, ansiedeln will. Der Geschäftsführer betont, dass sich das gesamte Vorhaben Kirschallee 2 derzeit noch in der Planungsphase befindet und die Fördermittel noch nicht genehmigt sind. Für den ersten Bauabschnitt des Gewerbegebiets gab es damals 6,2 Millionen Euro vom Freistaat.

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