• Einstellungen
Montag, 17.09.2018

Ungewöhnliche Werbung

Mehrarbeit lässt sich auch in Kliniken nicht vermeiden. Jetzt gibt es dafür in Hohwald sogar einen finanziellen Anreiz.

In der Hohwaldklinik fehlt Personal. Nun gibt es eine Initiative.
In der Hohwaldklinik fehlt Personal. Nun gibt es eine Initiative.

© Frank Baldauf

Neustadt. In den kommenden Wochen arbeitet Röntgenassistentin Sylvia Kretzschmar aus der Asklepios Hohwaldklinik mehr als die vereinbarten 24 Stunden pro Woche. Das zusätzliche Gehalt spendet sie dem Verein „RespekTiere“. Der Verein hilft überall dort, wo er Tierelend lindern kann. Als Asklepios-Regionalgeschäftsführer Patrick Hilbrenner vom Vorhaben seiner Mitarbeiterin hörte, reagierte er und erhöhte den Stundensatz für die Mehrarbeit um 2,50 Euro. „Ich freue mich, wenn unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Initiative zeigen“, so Hilbrenner. Er nimmt das aber auch zum Anlass, um auf den Fachkräftemangel hinzuweisen und um für Überstunden zu werben. Dass Fachkräfte fehlen und Mitarbeiter mehr leisten müssen, beschäftige nicht nur die Klinik in Hohwald, auch die anderen sächsischen Asklepios-Standorte in Sebnitz und Radeberg sind davon betroffen. Insgesamt fehlen etwa 20 Pflegekräfte und weitere Fachkräfte. „Die geleisteten Mehrarbeitsstunden werden alle vergütet und zahlreiche Maßnahmen sollen den Pflegeberuf und die Klinikabläufe attraktiver gestalten“, heißt es aus der Chefetage. So stehen Gesundheitsprävention, Zuschüsse zu Kindergartenbeiträgen oder flexible Arbeitszeitmodelle für Mitarbeiter zur Verfügung. (SZ)

Desktopversion des Artikels