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Freitag, 14.09.2018

Unfrieden im Naherholungsgebiet

Die Anlieger sind sich wegen der Zufahrt nicht einig. Nun soll die Stadt eine Lösung finden. Doch so einfach ist das nicht.

Von Sylvia Jentzsch

Dieser Weg in der Fröhne soll wahrscheinlich künftig als Zufahrt genutzt werden.
Dieser Weg in der Fröhne soll wahrscheinlich künftig als Zufahrt genutzt werden.

© Dietmar Thomas

Hartha. Es gibt Unstimmigkeiten wegen der Zuwegung zu den Grundstücken in der Fröhne, die sich auf Harthaer Flur befinden. Der größere Teil des Gebietes gehört zur Stadt Geringswalde.

Die einen Anlieger wollen, dass die Zufahrt bleibt, wie sie ist. Die anderen eine Änderung. Sie schlagen vor, einen bisher kaum genutzter Waldweg wieder befahrbar zu machen – in Eigeninitiative. Um zu einer Lösung zu kommen, hat sich Bauamtsleiter Ronald Fischer als Mediator bereiterklärt. Es gab eine Zusammenkunft vor Ort, aber keine Einigung. Deshalb haben die Grundstücksbesitzer bis Freitag Zeit, ihre Meinung darzulegen. „Wir werden das dann auswerten und eine Tendenz feststellen“, sagte Fischer.

Doch so einfach wird das nicht sein, da auch die Untere Naturschutzbehörde des Landkreises ihre Zustimmung geben muss. „Die Beteiligung ist erforderlich, um festzustellen, ob beispielsweise durch die zwischenzeitliche Nichtnutzung eine Etablierung von gesetzlich geschützten Arten erfolgt ist“, so Pressesprecher André Kaiser.

Zurzeit müssen die Anlieger im hinteren Bereich einen kleinen Bogen von etwa 500 Metern um die vorderen Grundstücke schlagen. Auf dem unbefestigten Weg hat ein Fahrzeug Platz. Kommt ein Auto entgegen, muss an den Rand oder zurückgefahren werden.

Das stört einige Nutzer. Deshalb soll der Weg, der kurz nach dem ehemaligen Gasthaus „Fröhne“ zu den Grundstücken führt, wieder für den Durchgangsverkehr ertüchtigen. Dafür müsste der Weg, der bisher wenig genutzt wurde, und deshalb teilweise zugewachsen ist, freigeschnitten werden. Mit dieser Zuwegung sind die direkten Anlieger des Weges nicht einverstanden. „Meine Eltern haben seit 1975 das Grundstück. Bisher ist das noch kein Durchfahrtsweg gewesen“, sagte Nils Koristka. Er verstehe nicht, warum von einer Wiedereröffnung gesprochen werde. Auch wenn die Stadt für die Herstellung des Weges kein Geld investiere, so bleibe doch die Frage nach der Haftung offen.

„Wir können die Umfahrung auch als Einbahnstraße gestalten. Dann gibt es auf dem schmalen Stück keinen Begegnungsverkehr. Wird der Weg durch den Wald wieder genutzt, müssen die Parkplätze verändert werden. Denn die sind meist außerhalb der Grundstücke angelegt“, sagte Ronald Fischer.

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