• Einstellungen
Mittwoch, 10.10.2018

Und nächstes Jahr Orange

Bald wird in Görlitz die Bepflanzung auf öffentlichen Flächen abgeräumt. Die Stadtgärtner bringen dann schon die Frühblüher in die Erde.

Von Gabriela Lachnit

Noch zeigt die Sommerbepflanzung auf dem Postplatz in Görlitz ihren Blütenflor. Demnächst muss sie Platz machen für die Zwiebeln der Frühblüher.
Noch zeigt die Sommerbepflanzung auf dem Postplatz in Görlitz ihren Blütenflor. Demnächst muss sie Platz machen für die Zwiebeln der Frühblüher.

© Pawel Sosnowski/pawelsosnowski.c

Görlitz. Noch zeigt sich die Sommerbepflanzung auf öffentlichen Plätzen in Görlitz. Während sich zum Beispiel auf dem Postplatz die Silberblätter wie ganz frisch ins Beet fügen, leuchten Dahlien in sattem Bordeaux und künden vom Herbst. Aber schon bald wird der Blumenschmuck von den Plätzen verschwinden. Die Pflanzen machen Platz für Blumenzwiebeln, die im nächsten Frühling erblühen und die Rabatten schmücken sollen.

„Zur Wechselbepflanzung auf den Schmuckplätzen kommen überwiegend einjährige Pflanzen zum Einsatz, keine Stauden“, erklärt Christian Freudrich. Er ist Sachgebietsleiter Stadtgrün in der Stadtverwaltung Görlitz. Stauden hätten den Vorteil, dass sie mehrere Jahre an Ort und Stelle verbleiben könnten, da sie gewöhnlich im Frühling wieder austreiben. Da es jedes Jahr einen neuen Pflanzplan für die Plätze gibt, machen Stauden wenig Sinn. Sie müssten immer wieder versetzt oder der Pflanzplan den Stauden angepasst werden. Nach dem Abräumen werden die einjährigen Pflanzen als Grünabfall entsorgt. Nur wenige Pflanzen des Sommerflors werden überwintert, darunter Plumbago-Bäumchen und Cann indica, das Indische Blumenrohr, erklärt Christian Freudrich.

Die Pflanzflächen auf Post-, Marien- und Wilhelmsplatz haben dank intensiver Bewässerung durch die Gärtner des Städtischen Betriebshofes den diesjährigen heißen Sommer gut überstanden. „Herausragend bleibt der Eindruck auf dem Postplatz“, so der Sachgebietsleiter. Dort gibt es seit der Sanierung des gesamten Platzes im Jahr 2015 eine automatische Bewässerungsanlage für die Blumenrabatten. Wegen des trockenen Sommers und der zusätzlichen Wassergaben für die städtischen Blumenrabatten und Grünflächen rechnet Freudrich mit deutlich höheren Wasserkosten als in den Jahren zuvor. Auch die Zahl der Arbeitsstunden der Gärtner des Betriebshofes übersteigt das Maß der Vorjahre. Eine Abrechnung für Wasser und Stunden liegt noch nicht vor, sagt er.

Bürger und Gäste der Stadt können sich auch im nächsten Jahr am Blumenschmuck erfreuen. Die Pläne für die Frühjahrsbepflanzung für 2019 stehen seit diesem Sommer fest. Ab Mitte oder Ende Oktober beginnen die Pflanzvorbereitungen durch den Betriebshof. Wenn die Sommerbepflanzung entfernt ist, geht es los. Rund 6 000 Tulpenzwiebeln bringen die Gärtner des Betriebshofes dann in die Erde. Auf dem Postplatz und dem Marienplatz werden im Frühjahr Blütenbänder in Rot und Orange aus Tulpen und Stiefmütterchen zu sehen sein. Den Wilhelmsplatz schmücken zahlreiche Ornamente vorwiegend in Gelb und Orange. Insgesamt werden auch 17 350 Stiefmütterchen ihre Blütenköpfe in den Himmel strecken.

Wie in diesem Jahr liefert auch im nächsten Frühling eine Nieskyer Gärtnerei die Blumenpflanzen. Die Sommerblumen kamen 2018 aus einer Gärtnerei in Bernstadt. Die Blumenzwiebeln, die demnächst in Görlitz gesteckt werden, liefert ein spezialisierter Gartenbaubetrieb aus Eschwege. Allein für die Frühjahrspflanzen in diesem Jahr hat die Stadt Görlitz rund 10 400 Euro ausgegeben, für die Sommerblumen waren es 15 100 Euro. Die Kosten für das Gießwasser und die Pflegearbeiten durch die Mitarbeiter vom Bereich Stadtgrün und vom Betriebshof sind darin noch nicht enthalten.

Desktopversion des Artikels