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Donnerstag, 11.10.2018

Über 5 000 Unterschriften für sicheren Radweg

Auf der St. Petersburger Straße könnten Parkplätze wegfallen. Das wünschen sich Radfahrer.

Der Radweg auf der St. Petersburger Straße zwischen Georgplatz und Hauptbahnhof.
Der Radweg auf der St. Petersburger Straße zwischen Georgplatz und Hauptbahnhof.

© Rene Meinig

Mit dieser großen Beteiligung haben die Initiatoren selbst nicht gerechnet: Mehr als 4 400 Menschen haben die Petition des Allgemeinen Deutschen Fahrradclubs (ADFC) für einen sicheren Radweg auf der St. Petersburger Straße im Internet unterzeichnet. Weitere 655 haben auf Papier unterschrieben. Bis spätestens Sonnabend soll die Petition an die Stadtverwaltung übergeben werden, sagt Nils Larsen, Vorstand des Dresdner ADFC. Darin fordern die Unterzeichner die Stadt auf, die Radwege auf der St. Petersburger Straße zwischen Wiener Platz und Georgplatz sofort sicherer zu gestalten, indem die Parkplätze wegfallen und breitere Radwege angelegt werden. Bisher verlaufen die Radwege zwischen Parkstreifen und Autospuren.

Wie gefährlich diese Anordnung ist, zeigte ein tödlich verlaufener Unfall Mitte August. Damals war eine Radfahrerin über eine plötzlich geöffnete Autotür gestürzt und auf die Straße gefallen, wo sie von einem Auto überrollt wurde.

Zusätzlich zur ersten Forderung soll die Stadt in diesem Abschnitt die Planung einer sicheren und attraktiven Radverkehrsanlage veranlassen. Außerdem sollen im Stadtgebiet alle ähnlichen Konfliktstellen zwischen Parkflächen und Radverkehr identifiziert und entschärft werden, heißt es in der Petition. Als Beispiele werden die Winterbergstraße, die Striesener und die Marienstraße angeführt. Rund 100 Parkplätze würden wegfallen, wenn der sicherere Radweg gebaut wird, erklärt der ADFC. Grundsätzlich würden mehr Dresdner Rad fahren, wenn die Wege sicherer seien, resümiert der ADFC. Derzeit weichen viele Radfahrer wegen der eingequetschten Radwege-Führung zwischen parkenden und fahrenden Autos von der St. Petersburger auch auf die Prager Straße aus. Das führt wiederum zu Konflikten mit Fußgängern. Damit die wichtige Nord-Süd-Verbindung zum Umstieg aufs Fahrrad einlädt, schlägt der ADFC vor, eine bauliche Trennung zum Autoverkehr zum Beispiel als Grünstreifen einzurichten, damit der Radweg geradlinig und gut einsehbar bleibt. (SZ/kh)

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