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Montag, 16.04.2018

Trump will Truppen schnell abziehen

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Der Leuchtstreifen einer Flugabwehrrakete ist bei einem Luftangriff des westlichen Staaten am Himmel über Damaskus zu sehen.
Der Leuchtstreifen einer Flugabwehrrakete ist bei einem Luftangriff des westlichen Staaten am Himmel über Damaskus zu sehen.

© Hassan Ammar/AP/dpa

Washington Nach den Luftangriffen westlicher Staaten auf Syrien will US-Präsident Donald Trump immer noch „so schnell wie möglich“ seine Truppen aus dem Bürgerkriegsland abziehen. „Die US-Mission hat sich nicht geändert - der Präsident hat klargestellt, dass er will, dass die US-Streitkräfte so schnell wie möglich nach Hause kommen“, zitierten US-Medien am Sonntag (Ortszeit) die Sprecherin des Weißen Hauses, Sarah Sanders. Zuvor hatte Frankreichs Präsident Emmanuel Macron nach eigenen Angaben Trump davon überzeugt, die US-Truppen dort zu halten.

„Wir sind entschlossen, (die Terrormiliz Islamischer Staat) ISIS vollständig zu vernichten und die Voraussetzungen dafür zu schaffen, die ihre Rückkehr verhindern werden“, erklärte Sanders. Man erwarte darüber hinaus von den Partnern in der Region, sich militärisch und finanziell stärker an der Sicherung der Region zu beteiligen.

Macron hatte zuvor in einem am Sonntag ausgestrahlten Fernsehinterview erklärt, er habe mit Trump über die Bedeutung der US-Streitkräfte in Syrien gesprochen, nachdem Trump damit gedroht hatte, sie abziehen zu wollen. „Wir haben ihn davon überzeugt, dass es notwendig ist, in Syrien zu bleiben“, sagte Macron. Er habe auch Trump davon überzeugt, die von den USA angeführten Luftangriffe am Samstag auf Chemiewaffeneinrichtungen zu beschränken.

Anlass für die Luftangriffe der USA, Großbritanniens und Frankreichs war ein mutmaßlicher Einsatz von Chemiewaffen in der Nähe der syrischen Hauptstadt Damaskus am 7. April, bei dem Dutzende von Menschen ums Leben gekommen sein soll. Syrien und Russland haben wiederholt bestritten, dass ein solcher Angriff auf die ehemalige Rebellenhochburg Duma stattgefunden hat. (dpa)

Leser-Kommentare

Insgesamt 4 Kommentare

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  1. RU

    Mit dem Angriff auf Syrien geht es den USA, GB und Frankreich um Erhalt und Ausbau IHRES EINFLUSSES im Nahen Osten. Es geht um geopolitische Macht, um Wirtschaft (Öl) alles zum Zwecke möglichst hoher eigener Gewinne für möglichst lange Zeit. Dazu wird medial manipuliert und auf die Tränendrüsen gedrückt, was das Zeug hält. Schon Saddam wurden 2003 chemische Waffen unterstellt und in Libyen wurde Gaddafi weggebombt, um die libysche Bevölkerung "vor ihm zu schützen". Genauso wie jetzt bei Assad. Mutmaßliche Giftgaseinsätze werden medial in den Vordergrund gespielt (siehe auch Giftanschlag in GB). Dadurch soll nur verdeckt werden, wie alle ausländischen Gegner Assads in den ersten Jahren des Konfliktes durch ihre massive Einmischung diesen Konflikt ungeheuer angeheizt haben. Dadurch sind die hohen Opfer- und Flüchtlingszahlen zustande gekommen. Empfehle Michael Lüders auf MDR: https://www.mdr.de/nachrichten/politik/ausland/video-189988.html

  2. Realist

    Macron ist der intellektuelle Souffleur von Trump. Gut so. Was soll aus Syrien werden, wenn es vollkommen in die Hände der drei Terroristen Assad, Russland und Iran fällt? Dann wird es keine Chance auf Rückkehr der Flüchtlinge geben. Das ist doch das Sinnen und Trachten der extremen Rechten und Linken in Deutschland. Kein deutsches Gericht wird einen syrischen Flüchtling in diesen Terrorstaat zurück schicken. Schon heute ist die Anerkennungsquote von Syrern nahe 100%, genau wie bei Iranern. Und bei russischen Asylanten steigt sie täglich. Wenn diese drei Terrorstaaten das alleinige Sagen in Syrien haben, dann werden die Flüchtlingsströme bleiben. Fluchtursachenbekämpfung ist Demokratieförderung, alles andere ist Augenwischerei. Genau wie 89. Was wäre passiert wenn Honecker geschossen und die DDR in ein Trümmerfeld verwandelt hätte? 90% wären in die West-BRD geflüchtet. Also nicht Demokratie immer denunzieren, sondern fördern und Diktatoren bekämpfen und ächten. Nur so wird´s was.

  3. Ekkehard Vagt

    Wie kann es sein, das ohne verifizierbare Beweise (oder sind der SZ welche bekannt?) ein Staat mit über 100 Raketen beschossen wird und deutsche Journalisten nichts dabei finden? Hat sich scon mal jemand bei der SZ gefragt, wrm der angebliche Chemieangriff nützt? Warum sollte Assad Tage oder Stunden vor dem endgültigen Sieg in der Region Giftgas gegen Zivilisten einsetzen? Russischen Militärärzten, die vor Ort sind, wird nicht geglaubt wenn sie keine Spuren eines Angriffs finden und die Prüfung durch die OPCW wird gar nicht erst abgewartet. Auch über die Reaktion der bis vor kurzen eingeschlossenen 400000 Zivilisten wird leider ebensowenig berichtet wie über die Artillerieüberfälle der "Rebellen" auf Damaskus mit zivilen Opfern wurde in der SZ leider nich berichtet. Muss nicht ein seriöses Medium objektiver über verschiedene Seiten eines Konfliktes berichten? In den letzten Wochen hatte ich den Eindruck, das die SZ das macht, aber die Artikel heute waren ein einseitiger Rückschlag

  4. Dresdner45

    (1 + 3), es werden immer mehr Menschen, welche die wahren Gründe dieses Krieges erkennen (nicht Bürgerkrieg!).Was kommen wird, wenn der WERTEWESTEN aus Syrien heraus ist? Es wird wieder Frieden einziehen und die verschiedenen Glaubensrichtungen können WIEDER friedlich zusammenleben. Klar, die Ölleitungen von Saudis-Arabien und Katar können nicht durch Syrien verlegt werden. Aber dies ist nicht wichtig, weil die Menschen wieder in Frieden leben können. Öl wurde kurz vor dem Krieg in Syrien in großer Menge gefunden…

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