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Freitag, 02.11.2018

Trio zieht ins Sachsenpokal-Viertelfinale ein

Bautzen, Bischofswerda und Kamenz setzen sich auswärts durch. Am Wochenende wird wieder um Punkte gespielt.

Von Jürgen Schwarz

Der Bautzener Tony Schmidt umkurvt hier den Freitaler Torhüter Steven Mann und schiebt anschließend zum 6:1 für Budissa ein.
Der Bautzener Tony Schmidt umkurvt hier den Freitaler Torhüter Steven Mann und schiebt anschließend zum 6:1 für Budissa ein.

© Torsten Zettl

Fußball. Die beiden Fußball-Regionalligisten Budissa Bautzen und Bischofswerdaer FV sowie Landesliga-Tabellenführer Einheit Kamenz haben am Mittwoch das Viertelfinale um den sächsischen Landespokal erreicht, das vom 17. bis 21. November ausgetragen werden soll. Die schwierigste Aufgabe mussten die Schiebocker lösen, die aber nach fünf Punktspiel-Niederlagen hintereinander beim Landesliga-Zweiten FC Grimma souverän mit 4:0 (1:0) die Oberhand behielten. Vor 111 Zuschauern im Stadion der Freundschaft erzielten Tim Cellarius (10., 61.), Tommy Klotke (52.) und Tobias Heppner (70.) die BFV-Tore.

Kapitän Dominic Meinel fehlte wegen Verletzung. Zum Glück konnte BFV-Trainer Erik Schmidt Entwarnung geben: „Er wird nicht so lange wie befürchtet ausfallen. Das Außenband ist etwas überdehnt, ich rechne noch mit einer Woche Pause.“ Budissa Bautzen kam beim Sechstligisten FV Blau-Weiß Stahl Freital zu einem ungefährdeten 7:1 (2:0)-Erfolg. Stahl-Coach Jens Wagner, in jungen Jahren bei einem Testspiel Gegenspieler von Torsten Gütschow („Er hat damals kein Tor geschossen“), ärgerte sich über die Gelb-Rote Karte für seinen Spieler Maik Laspe (65.): „Der Schiedsrichter hat mir nach dem Abpfiff gesagt, er wusste in dem Moment nicht, dass er ihn schon verwarnt hatte. Bis zu diesem Zeitpunkt haben wir uns sehr ordentlich verkauft.“

Schützenfest vor 439 Zuschauern


Vor 439 Zuschauern trafen Marcel Schlicht (24.), Philipp Dartsch (26.), Kevin Bönisch (46., 77.), Martin Hoßmang (72., 84.) und Kapitän Tony Schmidt (83.) ins Schwarze. Alexander Preißiger hatte zwischenzeitlich auf 1:3 verkürzt (47.). Mit dem SC Syrau 1919 war noch ein Kreispokalsieger in der Runde der letzten 16 dabei, allerdings war die Partie gegen Einheit Kamenz frühzeitig gegen den Achtligisten entschieden (1:6).

Vor 346 Zuschauern führte der Landesliga-Spitzenreiter nach 17 Minuten schon 3:0. Marcel Hänsel (2) und Johann Wölk hatten getroffen. Nach einer halben Stunde jagte Franz Häfner einen Strafstoß an die Lattenunterkante, nach dem Wechsel konnte er aber einen Treffer bejubeln (4:0/53.). Martin Sobe (78.) und Hänsel mit seinem dritten Tor (86.) machten das halbe Dutzend voll. Auf der Gegenseite war es Daniel Wolf, der den Ehrentreffer für den Kreisoberligisten markierte (84.).

Am zehnten Spieltag der Landesliga reisen die Kamenzer am Sonnabend zum Tabellenvierten nach Lößnitz, der sich im Pokal gegen den Chemnitzer FC sehr achtbar aus der Affäre zog (2:4). Neben dem Spitzenspiel dürfte auch das Verfolgerduell zwischen dem FC Grimma (2.) und dem Großenhainer FV (3.) für die Lessingstädter von großem Interesse sein.

In der Regionalliga Nordost geht vom Freitag bis Sonntag der 15. Spieltag über die Bühne. Auf die Bischofswerdaer wartet dabei ein richtungsweisendes Heimspiel gegen den VfB Auerbach (9.). Mit einem Sieg würde der BFV bis auf einen Zähler an die Vogtländer, die zuletzt in Meuselwitz (4:2) und zu Hause gegen Viktoria Berlin (1:0) gewannen, heranrücken. Für den 29 Jahre alten Philipp Kötzsch ist es eine besondere Partie. Der gebürtige Chemnitzer durchlief die Nachwuchsabteilungen des CFC und der SG Dynamo Dresden. Nach einer Zwischenstation beim SV Falkensee/Finkenkrug wechselte Kötzsch 2010 nach Auerbach und entwickelte sich dort in acht Jahren zum absoluten Leistungsträger, Stammspieler und Kapitän der Regionalliga-Mannschaft.

Budissa spielt bei Bundesliga-Reserve


Für die Budissen steht am Sonntag in Berlin eine sehr hohe Hürde bereit, denn Herthas Bundesliga-Reserve spielt bisher eine hervorragende Saison und rangiert mit 27 Punkten auf Platz drei. Das Tor der Hauptstädter hütet übrigens der 21 Jahre alte und 1,94 m große Jonathan Klinsmann, Sohn des ehemaligen DFB-Auswahltrainers Jürgen Klinsmann.

Bautzen: Schulz - Weiß, Krautschick (61. Treu), Langr (35. Bönisch), Schlicht, Ciapa, Schmidt, Dartsch, Bär, Wockatz (63. Hoßmang) und Merkel.

Bischofswerda: Reissig - Kießling, Kötzsch, Käppler, Cermak, Klotke, Cellarius (65. Sonntag), Heppner, Scholz, Gries (80. Hagemann) und Petracek (46. Zille).

Kamenz: Mikolajczuk - Vojtesek, Labisch, Schidun (46. Herzig), Thomas, Häfner, Wölk (58. Celik), Huth, Schulze (71. Sobe), Rettig und Hänsel.