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Montag, 12.03.2018

Trend Eigenkreationen - Schmuck selber herstellen so gehts

Schmuck von der Stange ist heute nicht mehr modern, es muss schon individuell sein. Und das möglichst aus edlen Materialien: Modeschmuck aus Kunststoff liegt nicht mehr im Trend.

Bildautor: annca / swiss
Bildautor: annca / swiss

Auf Portalen wie DaWanda und dergleichen bieten zahlreiche Hobby-Designer/-innen und Gold- und Silberschmiede ihre Waren zum Verkauf an. Man muss heute keine Lehre zum Gold- oder Silberschmied mehr gemacht haben, um sich für kunstvoll designten Schmuck zu interessieren.

Ausbildung? YouTube!

Natürlich ist es nicht wirklich schwer, aus ein bisschen Draht und Perlen aus dem Bastelbedarf eine Halskette, ein Armband oder vielleicht sogar Hängeohrringe zu kreieren. Sich selbst schmücken macht Spaß, und den Schmuck selber herstellen macht noch mehr Spaß. Schließlich weiß man selbst am besten, was gefällt und gut zur Garderobe passt.

Allerdings ist es immer noch etwas anderes, mit Gold, Silber und echten Edelsteinen zu arbeiten und sich an den sogenannten „echten Schmuck“ heranzuwagen. Denn die Materialien sind dann doch etwas kostenintensiver als bunte Glasperlen es wären. Verschiedene Designer und Schmuckhersteller bieten schon lange den individualisierten Schmuck an. Bei Swarovski beispielsweise kann man sich aus den bunten, glitzernden Glassteinen schon länger individuelle Schmuckstücke zusammenstellen lassen.

Aber es geht noch mehr. Im Internet finden sich unzählige Tutorials, die den Umgang mit professionellem Goldschmiedewerkzeug anschaulich erklären. Wer sich ein bisschen mit der Materie auseinandersetzt, handwerklich nicht ganz ungeschickt ist und zudem klare Vorstellungen von dem hat, was er will, kann sich mit den entsprechenden Lehrvideos vieles selbst beibringen. Für eine Prüfung durch die Handwerkskammer reicht das zwar noch nicht (für den Titel Goldschmiedemeister oder -meisterin muss man immer noch die übliche Ausbildung durchlaufen), aber für das ein oder andere Schmuckstück zum Selbertragen oder Verschenken ist es genug.

B2B oder B2C? Heute keine Frage mehr

Es hat sich noch mehr getan. Waren früher die Materialien und Werkzeuge für Gold- und Silberschmiede nur im Fachhandel erhältlich und für Bastler/-innen eher unzugänglich, ist das heute alles kein Problem mehr. Es gibt nichts, was man nicht im Internet bestellen könnte. Goldschmiedewerkzeug online kaufen ist eine Frage von wenigen Klicks. Das Material wird in der Regel von den gleichen Händlern vertrieben, die sowohl die Fachwerkstatt als auch Privatpersonen beliefern.

Angefangen hat es mit dem Ehering

So ganz genau lässt sich nicht mehr feststellen, wann der Trend zum selbstgemachten Schmuck eingesetzt hat. Aber Eheringe, die individuell gestaltet und selbst geschmiedet sind, sind schon seit einigen Jahren in Mode. Waren es erst nur einzelne Goldschmiedewerkstätten, die das anboten, ist es heute schon fast normal. Schmuckdesign Workshops und Goldschmiedekurse waren der nächste Schritt. Altgold ist relativ leicht verfügbar und preislich eher günstig.

Ebenfalls zum Trend beigetragen haben vermutlich die sozialen Medien, ohne die sich die Idee vom selbstgeschmiedeten Ehering nicht so rasant verbreitet hätte. Am wichtigsten Tag im Leben eines jungen Paares muss alles perfekt sein, auch der Ehering. Instagram, Snapchat und andere Portale sind voll von entsprechenden Fotos, sogar auf Pinterest kann man sich Ideen holen. Der selbstgeschmiedete Schmuck ist, betrachtet man die Trends innerhalb der sozialen Medien in den letzten Jahren genauer, nur ein weiterer logischer Schritt nach selbstgeschneiderter Kleidung, selbstgebrautem Bier und selbstgezogenem Sauerteig ...

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