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Dienstag, 13.02.2018

Tödlicher Unfall mit Flixbus

Schweres Unglück auf der A3 bei Limburg: Ein Lastwagen schiebt einen Reisebus auf zwei andere Laster. Zwei Menschen sterben. Viele Passagiere werden verletzt. Bei einem Folgeunfall stirbt noch jemand.

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Am Dienstag kam es zu einem schweren Auffahrunfall mit einem Reisebus und mehreren Lastwagen.
Am Dienstag kam es zu einem schweren Auffahrunfall mit einem Reisebus und mehreren Lastwagen.

© dpa

Zwei Menschen sind bei dem Unfall ums Leben gekommen. Bei einem Folgeunfall kommt ein weiterer Mensch ums Leben.
Zwei Menschen sind bei dem Unfall ums Leben gekommen. Bei einem Folgeunfall kommt ein weiterer Mensch ums Leben.

© dpa

Der Reisebus und der Lastwagen sind ineinander verkeilt.
Der Reisebus und der Lastwagen sind ineinander verkeilt.

© dpa

Limburg. Ein folgenschweres Autobahnunglück mit einem Fernbus und drei Lastwagen hat am Dienstag auf der Autobahn 3 bei Limburg zwei Menschen das Leben gekostet. Mehr als zehn Menschen wurden zum Teil schwer verletzt. Am Stauende weit hinter der Unfallstelle kam es Stunden später zu einem weiteren Zusammenstoß. Dieses Mal fuhr ein Autofahrer in einen Laster und starb.

Das Reisebus-Unglück passierte morgens gegen halb zehn Uhr zwischen Bad Camberg und Limburg-Süd in Fahrtrichtung Köln. Der Bus fuhr laut Polizei auf der rechten Fahrspur und war wegen eines Rückstaus bereits zum Stehen gekommen, als ein Lastwagen auffuhr. Durch die Wucht des Aufpralls wurde der Bus auf den vor ihm stehenden Lastwagen mit 7,5 Tonnen geschoben, der sich wiederum auf einen 40-Tonner drückte.

Der Busfahrer, der für Flixbus unterwegs war, und der Fahrer des vor ihm stehenden Lastwagens erlitten dabei tödliche Verletzungen. Der Fahrer im Laster, der den Unfall verursachte, wurde schwerstverletzt mit einem Rettungshubschrauber ins Krankenhaus geflogen.

Auch mehrere Passagiere im Bus wurden verletzt und zur Untersuchung in Krankenhäuser gebracht. Der Bus war im Auftrag von Flixbus nach Köln unterwegs. An Bord seien neben dem Fahrer 14 Reisende gewesen, teilte das Unternehmen in München mit.

Bi der Bergung waren rund 100 Einsatzkräfte der Feuerwehr im Einsatz. Die Polizei leitete den Verkehr an der Anschlussstelle Bad Camberg ab. Kilometerlange Staus auf der A3 vor der Umleitung waren die Folge. Am frühen Nachmittag kam es zu einem weiteren tödlichen Auffahrunfall auf der A3, als ein Autofahrer zwischen Niedernhausen und Idstein am Stauende in einen Lastwagen fuhr. Der Mann wurde tödlich verletzt, wie ein Sprecher der Autobahnpolizei in Wiesbaden sagte.

Zur Vermeidung von schweren Auffahrunfällen mit Lasten fordert der Automobilclub von Deutschland (AvD) mehr Kontrollen. Lkw-Fahrer stünden wegen ihres eng getakteten Zeitplans enorm unter Druck, sagte AvD-Sprecher Herbert Engelmohr in Frankfurt. Neben den vorgeschriebenen Lenk- und Ruhezeiten kämen noch die Wartezeiten in Staus auf den überlasteten Fernstraßen hinzu.

„Die Wildwest-Situation auf den Autobahnen darf nicht zu Lasten des Pkw-Fahrers gehen“, sagte Engelmohr. Ein Fortschritt seien automatische „Notbremsassistenten“ für Lkws, die aber bislang nur für Neufahrzeuge vorgeschrieben seien. Außerdem müsse das Abschalten der Systeme ausgeschlossen werden. Der AvD fordert zugleich, dass in Deutschland als dem „Transitland Nummer eins“ mehr Güter von der Straße auf die Schiene verlagert werden sollten. (dpa)

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Leser-Kommentare

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Insgesamt 8 Kommentare

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  1. gast

    ...und immer wieder LKW Unfall, LKW fährt auf; LKW fährt in Stauende LKW,LKW;LKW - wann hört dieser Wahnsinn auf den Straßen endlich auf.

  2. Michael H.

    Die Häufung solcher Unfälle fällt schon auf. Man sollte meinen, daß ein ausgeschlafener Profi von der Höhe des Fahrersitzes im LKW aus doch Stauenden gut und rechtzeitig erkennen müßte. Was ist da los?

  3. Gerthold B.

    Es ist schon schlimm, was sich auf unseren Straßen abspielt und Unschuldige verletzt werden oder ums Leben kommen. Mein Aufreger dabei ist - wenn ein älterer Fahrer einen Unfall verursacht wird gleich der Ruf nach regelmäßiger Überprüfung der Fahrtauglichkeit laut. Was zum Teil an LKW-Lenker - ob vom Inland oder vom Ausland - auf unseren Straßen unterwegs ist, macht mich schon stutzig. Es wäre sicher gut, dort auch „härtere Bandagen“ anzulegen.

  4. Mutter

    @ gast: Wenn Sie keine LKW´s mehr auf den Autobahnen wollen, müssen Sie sich auch von täglich frichem Obst, Gemüse, Fleisch... in Supermärkten, der Paketzustellung am nächsten Tag usw. verabschieden. Wir brauchen diese LKW´s für unseren Wohlstand. Was keiner auf der Autobahn braucht, sind Linienbusse, dafü gibt es die DB!

  5. 61ziger

    Tja die Politik hat doch alles getan damit die Güter von der Schiene auf die Straße kommen. Der Zeitdruck der Lkw Fahrer(innen) ist enorm! Zum anderen,es gab mal Zeiten da sind 2 LKW Fahrer unterwegs gewesen. Aber die Raffgier des Geldes hat halt wieder mal gesiegt.

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