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Freitag, 14.09.2018

Tarif-Wirrwarr Richtung Leipzig soll ein Ende haben

Bislang müssen Bahnfahrer zwischen Riesa und Oschatz eine Verbundgrenze überqueren. Das soll künftig leichter werden.

Der Regionalexpress 50 pendelt zwischen Leipzig und Dresden - hier im Bahnhof Radebeul-West.
Der Regionalexpress 50 pendelt zwischen Leipzig und Dresden - hier im Bahnhof Radebeul-West.

© Archiv/SZ

Riesa/Oschatz. Riesa ist eine Grenzstadt – zumindest, was die Zuständigkeiten der Verkehrsverbünde betrifft. Wer von Riesa aus in Richtung Leipzig fahren will, kann dafür kein Ticket des Verkehrsverbunds Oberelbe (VVO) nutzen – mit dem man in die andere Richtung von Riesa bis in die Sächsische Schweiz kommt.

Das könnte sich bald ändern, bestätigte nun der MDV: „Die sächsischen Verkehrsverbünde verfolgen im Rahmen der Arbeit der sächsischen ÖPNV-Strategiekommission Lösungsansätze, um Verbundgrenzen überschreitende Fahrten im Sinne der Fahrgäste besser zu gestalten. Dazu laufen derzeit noch die Gespräche mit allen beteiligten Partnern“, so Verbundsprecherin Juliane Vettermann auf eine Anfrage der Sächsischen Zeitung.

Details, wie solche Lösungen ganz konkret aussehen könnten, will der MDV zwar noch nicht verraten.

Landrat wünscht sich Sachsenticket

Nordsachsens Landrat Kai Emanuel (parteilos), der gleichzeitig auch Vorsitzender des Zweckverbandes Nahverkehrsraum Leipzig (ZVNL) ist, hat allerdings im Interview mit der Leipziger Volkszeitung angekündigt, dass er sich eine Art Sachsenticket vorstellen könnte, das in allen fünf Verbünden im Freistaat gilt. Weil das nicht so schnell umzusetzen sei, spricht er zudem von einer Übergangslösung für den Raum Riesa-Oschatz, die eine Anerkennung der jeweils anderen Tarifzone vorsieht.

Bereits bis Ende dieses Jahres soll ein konkreter Vorschlag dafür auf dem Tisch liegen. Gleichzeitig denke man auch über eine preiswerte Lösung für Schüler und Auszubildende nach. (SZ/ste)

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