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Dienstag, 09.10.2018

Tankstellenreste am Rathaus ausgebuddelt

Am Montag wurden die beiden Benzintanks aus dem Kamenzer Buttermarkt geborgen. Nun kann hier die Straßensanierung weitergehen.

Von Frank Oehl

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Das ist der größere der beiden Tanks, die jahrzehntelang unbehelligt am Rathaus in der Erde lagen. Sie lösten einen überraschenden Baustopp auf dem Buttermarkt aus.
Das ist der größere der beiden Tanks, die jahrzehntelang unbehelligt am Rathaus in der Erde lagen. Sie lösten einen überraschenden Baustopp auf dem Buttermarkt aus.

© René Plaul

Die Grube wurde noch am Montag von Experten des Umweltamtes untersucht. Es gibt keine Kontamination von Schadstoffen. Damit kann die Straßensanierung weitergehen.
Die Grube wurde noch am Montag von Experten des Umweltamtes untersucht. Es gibt keine Kontamination von Schadstoffen. Damit kann die Straßensanierung weitergehen.

© René Plaul

Kamenz. Es ist vollbracht. Am Montag wurden die beiden großen Benzintanks aus dem Erdreich am Buttermarkt geholt. Sie waren bereits in der vergangenen Woche vollständig entleert worden. Dies geschah mithilfe einer Spezialflüssigkeit, die zunächst hineingepumpt wurde, um die noch erheblichen Benzinreste zu verdünnen. Letztere waren mindestens 50 Jahre – wahrscheinlich sogar noch länger – unbehelligt im Boden gewesen, nachdem die alte Tankstelle am Rathaus zunächst ihren Betrieb einstellte und dann abgebaut worden war. Sie war erst jetzt – im Zuge der Straßensanierung auf dem nur etwa 40 Meter langen Pflasterabschnitt – wieder ins Bewusstsein der Leute gelangt. Zumindest der Straßenplaner. Wegen des Baustopps.

Insgesamt haben die Experten etwa 9 000 Liter aus dem Boden geholt, wobei das meiste zunächst zugegeben wurde. Jetzt liegen der Doppeltank mit 6 000 Litern Fassungsvermögen und der Einzeltank mit noch einmal 3 000 Litern neben dem Rathaus. Ihre Bergung aus dem Erdreich erwies sich als unproblematisch.

Die Frage war freilich, ob im Nachgang Altlasten aus dem Erdreich zu entsorgen sind? Die leere Grube ließ auf Teerablagerungen schließen. Stadtsprecher Thomas Käppler auf SZ-Nachfrage: „Das Umweltamt war noch am Montag vor Ort. Es gibt keine Kontamination von Schadstoffen.“ Damit könne der Baubetrieb weitergehen.

Schon am Nachmittag begann die Verfüllung der Tankgruben und die lautstarke Verdichtung der eingebrachten Erdmassen. Damit dürften auch die Pflasterarbeiten zügig folgen. Ursprünglich war gedacht, die Straßenarbeiten bis Ende Oktober abzuschließen. Wenn das Bauwetter so bleibt wie derzeit, dürfte das kein riesiges Problem sein. Zu beachten sind aber auch mehrere Baumeinfassungen – der Buttermarkt wird schließlich ebenfalls bepflanzt.

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