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Montag, 09.07.2018

Tänzerin und Triathlet gewinnen O-See Water Race

Von Reiner Seifert

Die Hainewalderin Steffi Kühnel – eigentlich bekannt als elegante Tänzerin („Stilvoll tanzen“) – siegte bei den Frauen über 5,6 Kilometer in einer beachtlichen Zeit von 1:46 Stunden und mit einem Vorsprung von rund 15 Minuten. Foto: tompic
Die Hainewalderin Steffi Kühnel – eigentlich bekannt als elegante Tänzerin („Stilvoll tanzen“) – siegte bei den Frauen über 5,6 Kilometer in einer beachtlichen Zeit von 1:46 Stunden und mit einem Vorsprung von rund 15 Minuten. Foto: tompic

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Es stimmte einfach alles bei dem zum zweiten Mal ausgetragenen O-See Open Water Race. Das Wetter, die Luft- und Wassertemperaturen, die Organisation und das ganze Drumherum. Fast alle Aktiven stiegen mit einem Lächeln aus dem 20 Grad warmen Wasser des Olbersdorfer Sees und legten die letzten Meter bis ins Ziel im Laufschritt zurück. So auch die Sieger im 5,6-Kilometer-Langstreckenschwimmen Steffi Kühnel und Erik Friemelt.

Die 48-jährige Hainewalderin ist nicht nur eine leidenschaftliche Tänzerin, die mit ihrem Ehemann unter anderem Tanzvergnügen organisiert („Stilvoll Tanzen“), sondern auch eine ausgezeichnete Sportschwimmerin, die schon als Jugendliche mit Titeln und Medaillen für Furore sorgte. Steffi Kühnel gewann die Frauenkonkurrenz in 1:46,42 Stunden, war zwei Minuten schneller als die Vorjahressiegerin, die bekannte Langstreckenschwimmerin und Vize-Weltmeisterin im 1 000-Meter-Eisschwimmen Conny Prasser aus Moritzburg. Erik Friemelt war 15 Jahre beim Hirschfelder SV und der SG Robur Zittau aktiver Sportschwimmer und wechselte vor sieben Jahren zu den O-See Crosstriathleten. Der 27-jährige Zittauer absolvierte erst vor zwei Wochen in Namur den Xterra Belgium (1,5 km Schwimmen/40 km Mountainbike/10 km Lauf) und belegte in der AK M25 (88 Finisher) den 25. Platz. Die 5,6 Kilometer im Olbersdorfer See meisterte er in 1:32:36 Stunden und blieb fünf Minuten über dem von ihm gehaltenen Streckenrekord. „Der zeitweise starke Wind hat die Bojen etwas abgetrieben und damit den 700 Meter langen Dreieckkurs wohl etwas verlängert“, vermutete der Initiator und Organisator des O-See Water Race, Oliver Fiedler.

Mehrere neue Streckenrekorde

Über 2,8 Kilometer blieben sieben Schwimmer unter einer Stunde, wobei die Sieger neue Streckenrekorde aufstellten. Bei den Frauen gewann die 16-jährige Anna Graff (Schwimmsportverein Kirschau) in 54:28 Minuten, bei den Männern der 40-jährige Swen Schubert (Knobipower/Schweiz) in 45:15 Minuten. Mit neuen Streckenrekorden glänzten auch die Sieger über 1,2 Kilometer. Bei den Frauen die 40-jährige Tschechin Pawla Petrova in 24:52 Minuten und bei den Männern Thaddäus Ast. Der 19-jährige Zittauer, der sich mit der Abi-Traumnote 1,0 vom Christian-Weise-Gymnasium verabschiedete, verwies in 18:29 Minuten den 15 Jahre älteren Marco Herkert um 15 Sekunden auf den zweiten Platz. Die schnellsten Zeiten über 700 Meter erzielten bei den Mädchen/ Frauen die 17-jährige Melanie Matzk (TSV Cottbus) in 11:19 Minuten und bei den Jungen/Männern der 13-jährige Vincent Wende (DLRG Pirna) und der ein Jahr ältere Jonas Becker (TSV Großschönau) in 11:26 Minuten.

Mit knapp 90 Teilnehmern, 25 mehr als bei der Premiere im Vorjahr fand der O-See Open Water Race eine breite Resonanz. „Ein Wettkampf, der allen Beteiligten offensichtlich viel Spaß gemacht hat und der zur Tradition werden soll“, freuten sich Oliver Fiedler und seine Helfer vom Verein O-See Sports über eine gelungene Veranstaltung.

Einige AK-Sieger

5 600 m, M50-59: Jörg Teifel (O-See).

2 800 m, W18-29: Martina Scholz (PSV Zittau).

1 400 m, W30-39: Jana Krüger (O-See), MU16: Ben Becker (TSV Großschönau), M40-49: Heiko Rediger (DAV), M50-59: Bernd Käbisch (DLRG Zittau), M+60: Werner Hänisch.

700 m, WU12: Luisa Urban (Robur Zittau), WU14: Paula Henschke (O-See), W18-29: Stefanie Sigl (O-See), W30-39: Loreen Schiffner (Bertsdorfer SV), W+60: Sabine Schulzensohn (RSC Oberlausitz),

MU12: Nils Bergstäßer (O-See), MU16: Jonas Becker (TSV Großschönau), M30-39: Ronny Teichgräber (O-See), M50-59: Rüdiger Hilse (Tauchclub Zittau).