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Dienstag, 26.06.2018

Synagoge bekommt ein neues Dach

Nach 17 Jahren hat das Gebäude dringend eine Sanierung nötig. Mängel machen sich schon seit Jahren bemerkbar.

Die Synagoge wird saniert.
Die Synagoge wird saniert.

© Archivbild: SZ/Lösel

Die Renovierungsarbeiten an der Neuen Synagoge haben begonnen. Mängel an dem 2001 fertiggestellten Gebäude zeigen sich seit Jahren. Betroffen sind vor allem das Flachdach und die oberen Fugen der Formstein-Mauern. „Unser Dach ist undicht, es fließt immer wieder Wasser in den Innenraum“, sagt eine Sprecherin. Seit Montagmorgen kleiden Bauarbeiter das Gebäude in ein Gerüst, danach verfugen sie undichte Stellen mit Blei und ersetzen das derzeitige Dach aus Bitumen durch ein Edelstahldach – eine Lösung, die das Wasser dauerhaft verbannen soll.

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Bis zum 9. November soll die Sanierung abgeschlossen sein. Dann gedenkt die Jüdische Gemeinde der Opfer der Reichsprogromnacht, bei der Nationalsozialisten 1938 Synagogen in ganz Deutschland niederbrannten. Auch die von Gottfried Semper erbaute Synagoge am Hasenberg wurde in jener Nacht zerstört. Während der Bauarbeiten kommt es teilweise zu Sperrungen, Gottesdienste finden aber weiterhin statt. Die Kosten tragen die Jüdische Gemeinde, der Zentralrat der Juden, der Freundeskreis der Dresdner Synagoge, die Ev.-Luth. Landeskirche, die Stadt Dresden und der Freistaat Sachsen. (SZ/fak)

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