• Einstellungen
Mittwoch, 10.10.2018

Sternwarte will Astronomie wieder in Schulen bringen

Der Harthaer Verein wendet sich vor allem an Kinder und Jugendliche. Doch auch die Erwachsenen können viel lernen.

Von Frank Korn

Die Sternwarte Hartha soll sich zum Zentrum für Astronomiefans entwickeln. Für alle Altersgruppen soll sich der Besuch lohnen. Anfang dieses Monats hat die Beobachtungssaison begonnen.
Die Sternwarte Hartha soll sich zum Zentrum für Astronomiefans entwickeln. Für alle Altersgruppen soll sich der Besuch lohnen. Anfang dieses Monats hat die Beobachtungssaison begonnen.

© Dietmar Thomas/Archiv

Hartha. An die totale Mondfinsternis Ende Juli dieses Jahres denken die Mitglieder des Vereins Sternwarte Hartha gern zurück. Nicht nur, weil sie ein beeindruckendes Naturschauspiel war, sondern vor allem, weil sie der Sternwarte einen großen Ansturm bescherte. „Wir hatten mit etwa 40 Besuchern gerechnet, gekommen sind etwa 300“, sagte Gangolf Frost, der im Verein für die Öffentlichkeitsarbeit zuständig ist. Der vorbereitete Vortrag sei nicht nur einmal, sondern achtmal gehalten worden.

Gangolf Frost weiß, dass sich solche Besucherzahlen nicht gleich wiederholen werden, dennoch wollen er und seine Mitstreiter die Sternwarte Hartha noch bekannter machen. „Das Fach Astronomie gibt es seit 2007 an den sächsischen Schulen nicht mehr. Wir wollen dafür sorgen, dass die Leute mehr darüber erfahren und uns in Richtung Volkssternwarte weiterentwickeln“, sagte Frost. Außerdem wolle sich der Verein dafür einsetzen, dass Astronomie wieder Schulfach wird.

Im Jahr 2018 sind bisher 40 Vorträge für Kinder und Erwachsene gehalten worden. „Diese Vorträge sind alle überarbeitet und aktualisiert worden“, so Gangolf Frost. Auch neue Vorträge seien entstanden, so zum Beispiel über Exoplaneten – Planeten außerhalb unseres Sonnensystems. Mit dem Vortrag „Astronomie und Raumfahrt – 40 Jahre deutsche, bemannte Raumfahrt“ aus Anlass des Raumflugs von Siegmund Jähn war der Saisonauftakt diesmal in die Harthaer Bibliothek verlegt worden.

Anfang Oktober hat die Beobachtungssaison begonnen. Jeden Freitag organisieren die Mitglieder des Vereins der Sternwarte interessante Vorträge. Bei klarem Himmel schließen sich Beobachtungsabende an. Jeweils am letzten Freitag des Monats gibt es einen Vortrag, der speziell für Kinder aufbereitet wird. Am 26. Oktober gib es dabei eine Premiere. Dennis Raudzus, mit 14 Jahren jüngstes Vereinsmitglied, wird zum Thema Rekorde in Raumfahrt und Weltall sprechen.

Gangolf Frost freut sich schon auf ein Ereignis am Sternenhimmel, welches von Ende November bis Mitte Januar zu beobachten sein wird. „Wir bekommen einen Weihnachtskometen zu sehen“, verspricht er. Der Komet habe eine grüne Farbe, und sei gut mit bloßem Auge zu beobachten, so Frost.

Um möglichst noch mehr Kinder und Jugendliche für die Astronomie zu begeistern, hat der Verein einen Vortragskatalog erarbeitet, der an Schulen und Kindertagesstätten ausgegeben wurde. „Zudem finden interessierte Kinder auf unserer Homepage Hinweise auf andere Internetseiten, die sich mit dem Thema Astronomie und Raumfahrt befassen“, so Gangolf Frost. Ebenfalls auf der Internetseite der Sternwarte (www.sternwarte-hartha.de) ist der Himmelsführer für Kinder zu finden, den Gangolf Frost erarbeitet hat. Dieser soll ständig aktualisiert werden.

Im November wählt der Verein Sternwarte Hartha, dem 26 Mitglieder angehören, einen neuen Vorstand. Zu Beginn dieses Jahres ist die IG Veränderliche Sterne gegründet worden. Damit wurde eine Tradition aus früheren Zeiten wiederbelebt.

Freitag, 19 Uhr, Sternwarte Hartha: Vortrag zum Thema „Geschichte der Astronomie – von der Antike bis zum Mittelalter“.

Desktopversion des Artikels