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Montag, 03.09.2018

Stahl Riesa lässt Punkte liegen

Von Jens Jahn

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Schiedsrichter Stary hatte in der umkämpften Begegnung nicht immer ein leichtes Amtieren. Für Grimmas Kapitän Maruhn gab es Gelb-Rot (Foto), der Riesaer Mörer sah kurz vor Ultimo glatt „Rot“
Schiedsrichter Stary hatte in der umkämpften Begegnung nicht immer ein leichtes Amtieren. Für Grimmas Kapitän Maruhn gab es Gelb-Rot (Foto), der Riesaer Mörer sah kurz vor Ultimo glatt „Rot“

© - keine Angabe im huGO-Archivsys

Leonard Schreiber versucht sich mit einem Fernschuss im Spiel von Stahl Riesa gegen den FC Grimma am Sonnabend. Hier wie auch in zahlreichen anderen aussichtsreichen Aktionen blieb den Elbestädtern Zählbares verwehrt. Folge ist die zweite Saisonniederlage. Fotos: Ronny Belitz
Leonard Schreiber versucht sich mit einem Fernschuss im Spiel von Stahl Riesa gegen den FC Grimma am Sonnabend. Hier wie auch in zahlreichen anderen aussichtsreichen Aktionen blieb den Elbestädtern Zählbares verwehrt. Folge ist die zweite Saisonniederlage. Fotos: Ronny Belitz

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Nach der knappen 0:1-Niederlage bei Germania Mittweida hat die BSG Stahl Riesa auch ihr zweites Saison-Punktspiel vergeigt. Gegen den FC Grimma gab es eine 1:3 (0:1)-Pleite. „Auch wenn es etwas eigenartig klingen mag, mit dem Ergebnis bin ich natürlich nicht zufrieden, aber über weite Strecken mit dem Dargebotenen. Es war in puncto Einsatzwillen, Kampfgeist und Laufbereitschaft eine deutliche Steigerung zur letzten Woche“, zeigte sich Stahl-Trainer Daniel Küttner nicht unzufrieden.

Die Gäste waren bereits in der 25. Minute durch Christoph Jackisch in Führung gegangen. Ein Ballverlust trotz zuvor gewonnenem Kopfballduell durch die Riesaer bot Grimma die Steilvorlage zum 1:0. Danach entwickelte sich eine Partie auf Augenhöhe. Nach dem Seitenwechsel war die Stahl-Elf dem Ausgleich sehr nah. Doch Paul Kiontke scheiterte zweimal nach starker Vorarbeit von Philipp Schröter. Zunächst kratzte Stefan Maruhn das Leder noch von der Linie, dann hielt Tormann Jan Evers die Gästeführung fest. In der 62. Minute dann der Ausgleich: Schröter leistete erneut die Vorarbeit. Seinen Flankenball legte Kiontke per Kopf uneigennützig auf Norman Gründler, der 26-Jährige vollstreckte.

„Das war eine starke Phase von uns. Wir waren dem Führungstreffer sogar sehr nah. Grimma glich einem angeschlagenem Boxer“, erklärte Küttner. Doch ein katastrophaler Abspielfehler brachte die Gäste wieder in Vorteil. Einen verunglückten Rückpass zum Torwart erlief sich Kevin Wiegner und überwand den herausgeeilten Alexander Goldhammer (67.). „Wie schon in Mittweida kostet uns so ein schwerwiegender Fauxpas die Punkte“, raufte sich Küttner die Haare. „Aber das ist halt natürlich. Wir haben sehr junge Spieler in unseren Reihen. Da passieren nun mal Fehler. Das Lehrgeld müssen wir zahlen.“

Diesen erneuten Rückstand steckten die Riesaer nicht so gut weg wie das 0:1. Zwar wechselte der Coach noch einmal offensiv ein, doch Grimma nutzte in der 86. Minute eine Kontermöglichkeit durch Rico Engler zum 3:1-Endstand. Nur Sekunden später musste Willy Christoph Mörer mit Rot vom Platz. Der Riesaer beschwerte sich über ein vermeintliches Festhalten zuvor vehement beim Unparteiischen und wurde vorzeitig unter die Dusche geschickt. Auf der Gegenseite musste Kapitän Maruhn kurz vor Ultimo mit Gelb-Rot in die Kabine.

Küttners Fazit fiel nach dem Abpfiff gar nicht so schlecht aus: „Klar, Grimma ist eine starke Mannschaft. Sie waren heute einfach abgezockter und cleverer. Wir wurden für unseren individuellen Fehler sofort bestraft. Aber über weite Strecken haben wir uns gut präsentiert. Mit etwas mehr Glück wäre sicher ein Punktgewinn möglich gewesen.“

Am kommenden Sonnabend gastiert Riesa in der zweiten Runde des Landespokals am Leipziger Kantatenweg beim Landesklasse Nord-Vertreter FC Blau-Weiß Leipzig. Dann muss allerdings Mörer seine Rotsperre absitzen.

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