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Freitag, 07.09.2018

Stahl-Elf hält die Fahne hoch

Von Jürgen Schwarz

Riesa. Am Wochenende wird die zweite Runde um den Fußball-Landespokal ausgetragen. Insgesamt stehen 25 Paarungen an. Drittligist FSV Zwickau und die sächsischen Regionalligisten Budissa Bautzen, Bischofswerdaer FV, FCO Neugersdorf, VfB Auerbach, Chemnitzer FC und 1. FC Lok Leipzig erhielten ein Freilos und greifen erst in Runde drei in den Wettbewerb ein.

Mit von der Partie sind die Oberligisten und mit dem FC International Leipzig und dem VFC Plauen treffen zwei Fünftligisten im direkten Duell aufeinander. Viel Brisanz steckt auch in der Partie zwischen Oberliga-Aufsteiger VfL 05 Hohenstein-Ernstthal sowie Regionalliga-Absteiger und Pokalverteidiger BSG Chemie Leipzig.

Die Vereine aus der Region hatten sich fast vollständig in Runde eins aus dem Wettbewerb verabschiedet. Nur die BSG Stahl Riesa überstand ihr Auftaktspiel. Beim Landesklässler SG Empor Possendorf machte Paul Kiontke mit drei Toren das Weiterkommen fast im Alleingang klar (3:0). Am Samstag müssen die Schützlinge von Trainer Daniel Küttner erneut auf Reisen gehen.

Ab 15 Uhr wartet der FC Blau-Weiß Leipzig, aktuell Tabellendritter der Landesklasse Nord, auf den Landesligisten. Die Messestädter waren mit einem 5:0-Heimsieg über den SV Liebertwolkwitz in die zweite Runde eingezogen.

Nach der Auslosung war der Leipziger Coach Olaf Kaplick nicht unzufrieden: „Stahl Riesa ist ein attraktiver Gegner, auch weil er sicherlich ein paar Fans zu ins in den Leipziger Westen mitbringt.“ Vor einer Woche hatten sich die Blau-Weißen im Punktspiel gegen Landesliga-Absteiger VfB Zwenkau von ihrer „Schokoladenseite“ gezeigt und 5:0 gewonnen. „In unserer jetzigen Form und wenn alles optimal läuft, können wir auch gegen Riesa weiterkommen“, gibt sich Kaplick optimistisch.

Stahl-Kapitän Martin Magula hatte schon vor der Saison auf die schwierige Situation bei Stahl hingewiesen: „Aufgrund der Abgänge haben wir im Vergleich zur Vorsaison wieder an Qualität verloren. Dies zu kompensieren, wird eine große Herausforderung für die Mannschaft werden.“ Die Punktspiele in Mittweida (0:1) und zu Hause gegen Grimma (1:3) lassen trotz der Niederlagen hoffen. „Gegen Grimma war es in puncto Einsatzwillen, Kampfgeist und Laufbereitschaft eine deutliche Steigerung gegenüber dem Auftaktmatch in Mittweida“, so Küttner.

Der Stahl-Coach wird die Pokalpartie dennoch eher als ein Vorbereitungsspiel sehen, denn seine jungen Spieler brauchen einfach diese Wettkampfpraxis. Unabhängig davon heißt das Ziel für die BSG natürlich „Weiterkommen“, denn ein attraktiver Gegner würde bei einem möglichen Heimspiel für eine gute Kulisse in der Riesaer Feralpi-Arena sorgen.

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