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Mittwoch, 14.03.2018

Stadtfest bekommt riesigen Turm

Er stand schon in Brüssel, Stockholm und Wien – jetzt ist Dresden dran. Der weltgrößte mobile Aussichtsturm soll im August einzigartige Blicke auf die Stadt erlauben.

Von Peter Hilbert

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Der City Skyliner - hier im Mai 2016 in der Eurovision Village im Stockholmer Kungsträdgården Park - soll nun auch nach Dresden kommen.
Der City Skyliner - hier im Mai 2016 in der Eurovision Village im Stockholmer Kungsträdgården Park - soll nun auch nach Dresden kommen.

© cityskyliner.com

Die drehbare Aussichtskabine fährt auf eine maximale Höhe von 72 Metern.
Die drehbare Aussichtskabine fährt auf eine maximale Höhe von 72 Metern.

© cityskyliner.com

Von dort oben sollen sich den Gästen spektakuläre Aussichten bieten.
Von dort oben sollen sich den Gästen spektakuläre Aussichten bieten.

© cityskyliner.com

Dresden. Engagierte Dresdner kämpfen dafür, dass der Fernsehturm endlich wieder öffnet. Ob und wann das möglich wird, ist noch immer unklar. Klar ist hingegen, dass Dresden einen weiteren imposanten Aussichtsturm bekommt. Zumindest zum Stadtfest vom 17. bis 19. August, kündigen die Organisatoren an. „Zum 20. Jubiläum von Deutschlands größter Stadtparty trumpfen sie mit dem City Skyliner auf – dem weltweit größten mobilen Aussichtsturm“, heißt es in einer Pressemitteilung.

Allerdings muss der Turm mindestens vier Wochen stehen, damit sich der Aufwand lohnt. Gemeinsam mit den Verantwortlichen der Stadt seien die Weichen gestellt worden, damit der 81 Meter hohe Turm in Dresden aufgebaut werden kann. Die drehende gläserne Aussichtsplattform wird dann 72 Meter über der Elbe emporragen. Bis zu 60 Besucher können gleichzeitig den atemberaubenden Ausblick genießen, der bei klarem Wetter weit über 20 Kilometer weit reichen soll. Der Standort für den Turm wird sich an der Carolabrücke befinden, am Ende des Pkw-Parkplatzes und damit gegenüber von der Moritzbastei.

Betrieben wird der 2013 gebaute Turm von der Skyliner GmbH aus dem westfälischen Soest. Dafür wurden über drei Millionen Euro investiert, erläuterte Skyliner-Geschäftsführer Thomas Schneider, bevor er beim Hamburger Volksfest Frühlingsdom 2014 seinen Turm aufbaute. Das war damals eine der ersten Stationen dieser neuen Attraktion. Zuvor habe er zwei Jahre lang eine Marktanalyse gemacht. Dabei wurden auch stationäre Türme in großen Freizeitparks mit besucht. „Da haben wir gesagt: Guck mal da, hier ist ein Besucherstrom“, resümierte Schneider.

Die Kanzel, die auch Gondel genannt wird, sei vollklimatisiert. „Man schwebt in der Gondel, lauscht der schönen Musik, hört sich die Moderation an, genießt die schöne Aussicht und hat das Gefühl zu schweben“, beschreibt der Skyline-Chef das Erlebnis. Eine Fahrt dauert sieben Minuten. Bis zu 2 500 Gäste können täglich diese Tour erleben. Schon der Aufbau wird ein Spektakel. Die Teile wiegen 270 Tonnen. Unter anderem in Luxemburg, Stockholm, Wien, Hamburg, Essen, Hannover und am Firmenstandort Soest war der mobile Aussichtspunkt bereits aufgebaut worden. Vor der Dresdner Premiere kommt der Turm ins brandenburgische Burg, wo er vom 28. April bis 24. Juni während der Landesgartenschau stehen wird. Dort und auch in Dresden werden 13 Sattelschlepper mit den Teilen anrollen. Beim Aufbau ist höchste Präzision gefragt. Schließlich steht Sicherheit an erster Stelle. Deshalb muss die Anlage vor der Inbetriebnahme auch vom Tüv abgenommen werden.

Eine Fahrt für Erwachsene kostet sieben, Ermäßigte zahlen sechs Euro. Kinder haben einen Preis von vier Euro zu zahlen. Weitere Details - und möglicherweise auch andere Preise - werden bei einem Pressetermin am nächsten Montag erläutert.


Der Turm ist in voller Pracht in diesem Video zu sehen:

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Leser-Kommentare

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Insgesamt 6 Kommentare

Alle Kommentare anzeigen

  1. Roba

    Wozu braucht man dann noch den ollen Fernsehturm? Für Zastrow?

  2. KF

    Tolle Idee und bestimmt ein Highlight zum Stadtfest! ABER: Für was brauch gerade Dresden einen (neuen) Aussichtsturm? Dresden und Umgebung hat wahrlich genügend wunderschöne Aussichtstürme und Aussichtshöhen mit fantastischen Blicken, weit über 20 km, bei guter Sicht bis 50 km. Geht einfach mal auf die Kirchen bzw. Türme der Stadt! Die Perpektiven können dabei unterschiedlicher nicht sein!

  3. Dieter

    @2 KF: Dresden braucht diesen temporären Aussichtsturm im Zentrum, um die Machthaber im Rathaus daran zu erinnern, dass sie uns den Rathausturm seit vielen Jahren als Aussichtsturm entzogen haben und keine Anzeichen zu erkennen sind, dass sich da was zum Guten ändern soll. Das wird in den Medien totgeschwiegen. Die unablässige Rederei und Schreiberei über den Fernsehturm ist da ein brauchbares Ablenkungsmanöver.

  4. MausW

    #3 Dieter: "Es hat einer von ihnen gesagt, ihr eigener Prophet: "Die Kreter sind immer Lügner, böse Tiere und faule Bäuche." (Titus 1,12)

  5. rollumu

    Ich bin begeistert über diesen Plan. Als Rollstuhlfahrerin komme ich leider auf KEINEN Kirchturm dieser Stadt. Da ist dieser mobile Aussichtsturm für mich endlich eine Möglichkeit unkompliziert Dresden mal von oben zu sehen. Und das trifft für JEDEN zu, egal wie inmobil man ist. Gern nehme ich eine Dauerkarte (falls es so etwas gibt), um bei unterschiedlichen Lichtverhältnissen und Wettermöglichkeiten diese Aussicht zu genießen.

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